Ein Kreis schließt sich:

Die TraKa FeSpähTrp nimmt den Gründer ihrer Truppengattung in ihren Reihen auf!

Der Vorsitzende der Traka Fernspähtruppe,Ernst Krug,konnte nach einigen Recherchen den Mann ausfindig machen,der die Fernspähtruppe der Bundeswehr vor 45 Jahren gegründet hatte: Es ist OTL a.D. Konrad Rittmeyer,im 2.Weltkrieg Hauptmann der Panzeraufklärer, Ausgezeichnet u.a. mit dem Ritterkreuz, dem Deutschen Kreuz in Gold, dem Eisernen Kreuz I. u. II. Klasse und dem Verwundetenabzeichen in schwarz. Er nahm zunächst am Polen- und Frankreichfeldzug teil.Für seine Tapferkeit vor dem Feind bekam er den Befehl zur Ausbildung an der Offz.-Schule.Nach der Beförderung zum Leutnant kämfte er im Afrika-Korps und wurde 1942 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.Danach war er an der Ostfront,auch hinter den feindlichen Linien im Einsatz.Schließlich kämpfte er in der Kampfgruppe Schörner als Btl Kdr bis zur Kapitulation.Sein letzter Auftrag war der Schutz der Flüchtlingstrecks an der deutsch-tschechischen Grenze. Nach der Kapitulation haben die Amerikaner Konrad Rittmeyer den Russen überstellt. Mehrmals zum Tode verurteilt ist er später zu lebenslanger Haft in einem sibirischen Schweigelager begnadigt worden.Im Jahre 1954 erhielt seine Frau ein erstes Lebenszeichen von ihrem Mann. Nachdem Konrad Adenauer sich 1955 mit Stalin verständigt hatte,wurde Konrad Rittmeyer am 16.Dez.aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. Um auch trotz bitterer persönlicher Erfahrung seinem Vaterland weiterhin zu dienen,stellte er seine Erfahrung und seine Kenntnisse in den Dienst der damals noch jungen Bundeswehr und trat bereits 1956 in die Panzeraufklärertruppe ein.

Konrad Rittmeyer

„Ich wollte nie etwas anderes sein als Aufklärer“,sagte er später.Bis 1961 diente er als Hauptmann der Pz Aufkl.in Weiden,in der Truppe,die er immer als seine militärische Heimat ansah. Hier erhielt er auch am16. Nov.1961 vom Bundesminister der Verteidigung den Auftrag,unter dem Decknamen „Lehrgruppe R“eine Fernspähtruppe aufzubauen.Aus ihr entstanden die Fernspähkompanien 100,200 und 300. „Es war eine schöne Truppe damals“,erinnert sich Konrad Rittmeyer im Gespräch mit Ernst Krug. Seine Fernspähkompanie 200 ist im Dez.1964 in die Argonnenkaserne nach Weingarten und 1997 in die Generaloberst Fritsch-Kaserne in Pfullendorf verlegt worden. Gemeinsam mit seiner Truppe suchte Major Rittmeyer damals nach einem Logo mit starker Symbolkraft,das die besondere Aufgabe der neuen Truppengattung hervorheben und ihr Profil schärfen sollte.So entstand schließlich der „stürzende Adler“,der bis heute das Wahrzeichen der Fernspäher geblieben ist. In seinem Haus in Bayern hatte Konrad Rittmeyer nun Ernst Krug,den Gründer der TraKa FeSpähTrp zu einem Gespräch empfangen.Krug berichtete,wie er den Gedanken „Treue um Treue“in die Tat umgesetzt und mit derTraKa einen Rahmen für Kameradschaft,Geselligkeit,Zusammenhalt und gegenseitige Hilfe geschaffen hat, und Konrad Rittmeyer trat nun selbst der Traditionskameradschaft seiner Truppe bei. Damit schließt sich ein Kreis vorbildlicher kameradschaftlicher Traditionspflege von den Anfängen der Truppe bis zur Gegenwart-unbeeinflusst von Tendenzen des Zeitgeistes,die der aktiven Truppe die Traditionserhaltung manchmal schwer machen.

Das Photo zeigt Rittmeyer vor der TraKa-Fahne mit „seinem“stürzendem Adler.

17. April 2011