Fallschirmjäger feierten Jubiläum

Zusammenschluss blickte auf sein 20-jähriges Bestehen zurück – Mitglieder geehrt

Dillenburg/Herborn (ch). Gleich sechs treue Mitglieder konnte die „Falschirmjäger-Kameradschaft Dillenburg“ jetzt anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens auszeichnen. Schauplatz der Zusammenkunft war die Gaststätte des Kameraden Lothar Gräb in Herborn.
Kameradschaftsleiter Karl Schramm hieß die Erschienenen willkommen, darunter auch die Frauen von verstorbenen Kameraden sowie den Landeskameradschaftsleiter Wilfried Heidenreich und den Kameradschaftsleiter der Fernspäh-Kameradschaft, den ehemaligen Fallschirmjäger der Bundeswehr im Standort Herbornseelbach, Ernst Krug.
Zunächst gedachte man der Kameraden, die in den vergangenen 20 Jahren verstorben sind. Durch das verlesen ihrer Namen wurden sie nochmal in Erinnerung gerufen. Karl Schramm ging in seinem Rückblick auf die Gründerzeit zurück. Damals trafen sich zehn ehemalige Fallschirmjäger und Kriegsteilnehmer und gründeten die „Fallschirmjäger-Kameradschaft Dillenburg“.
Ziel war es die Kameradschaft zu pflegen , das Gedenken an die gefallenen Kameraden wach zu halten und nach Möglichkeit Vermissten-Schicksale aufzuklären. In den folgenden Jahren traf man sich monatlich zum Gedankenaustausch; ferner wurden die neuesten Ereignisse diskutiert. An den Volkstrauertagen wurde alljährlich an einem anderen Ort an den Gedenkfeiern teilgenommen. Ferner wurden Gedenkfeiern selbst gestaltet. In den Sommermonaten traf man sich zu Grill- und Gartenfesten. Verstorbene Kameraden wurden auf ihrem letzten Weg begleitet. Jedes Jahr im Dezember wurde eine Weihnachtsfeier veranstaltet. An den Fallschirmjäger-Freizeiten, die jedes Jahr durchgeführt wurden und die stets eine Woche dauerten, nahmen immer etliche Kameraden, teilweise mit ihren Ehefrauen, teil.
Alle zwei Jahre wurden die Bundestreffen besucht. Besondere Höhepunkte in den vergangenen 20 Jahren waren zum Teil mehrtägige Fahrten, die zu den Landungs- und Kampfgebieten sowie den Soldatenfriedhöfen in der Normandie führten. Ziele waren unter anderen der Reichswald und Belgien, das Fort Eben Emael und Verdun. Große Resonanz fanden stets Fahrten nach Italien, denn viele waren während des Krieges dort im Einsatz gewesen. So fuhren auch die Kameraden Herbert Fries , Heinz Beilfuß Sowie Rudi Michel und Karl Schramm im September 2007 mit Kameraden der Fernspäh-Kameradschaft nach Monte Cassino.
Dabei besichtigten Karl Schramm und Herbert Frieß noch einmal die ehemalige Stellung auf der berüchtigten Höhe 593. Von hier aus hat Karl Schramm am 15. Februar 1944 die Bombadierung des Klosters beobachtet, hier ist er auch später verwundet worden. Im Anschluss an den Rückblick auf die vergangenen zwanzig Jahre konnte der Landeskameradschaftsleiter die Kameraden Karl Schramm und Eberhard Hofmann für 20-jährige Vorstandsarbeit mit der goldenen Ehrennadel auszeichnen. Die Kameraden Herbert Fries, Heinz Beilfuß, Wolfgang Schmidt und Rudi Michel wurden mit der Treuenadel für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt.
Mit einer kräftigen Stärkung aus der Küche des Kameraden Lothar Gräb wurde die Zusammenkunft beendet.

17. April 2011