Informationen zu unserem Engagement für Monte Cassino

Am 18.Mai 2009 findet in der mittelitalienischen Stadt Cassino eine internationale Gedenkfeier statt: Vor 65 Jahren tobte hier eine der heftigsten Schlachten des 2. Weltkrieges, in der Soldaten aus 32 Nationen kämpften und starben. Wahrscheinlich zum letzten Mal werden an dieser Feier noch Veteranen teilnehmen können, die an den damaligen Kampfhandlungen beteiligt waren, überlebt haben und deren Leben bis heute von der Erinnerung daran geprägt ist.

Was war damals geschehen?
Im Juli 1943 hatten alliierte Streitkräfte mit der Landung in Sizilien erstmals europäischen Boden betreten und drangen nun auf das italienische Festland vor. Die Deutschen Truppen, vor allem die 1. Fallschirmjägerdivision zogen sich hinhaltend kämpfend auf eine 120 km südlich von Rom vorbereitete Hauptwiderstandslinie zurück. Eckpfeiler dieser sogenannten „Gustav-Linie“ waren der Monte Cassino und der Monte Maio, die das Tal des Liri-Flusses beherrschten. Hier sollte das Vordringen der Alliierten gestoppt werden. Auf dem Monte Cassino befand sich das gleichnamige Kloster aus dem 6. Jahrhundert, die Wiege des Benediktiner-Ordens und damit ein Symbol der abendländischen Christenheit. Die deutschen Truppen hatten dieses Kloster als neutrale Zone respektiert und unbesetzt gelassen. Als auf alliierter Seite der neuseeländische General Freyberg den Befehl bekam, mit seinemKorps den Klosterberg zu stürmen und hohe Verluste erlitt, nahm er irrtümlich an, dass sich im Kloster deutsche Beobachtungsstellen befinden und forderte amerikanische Luftunterstützung an. Am 15. Februar 1944 warfen 225 alliierte Bomber 567 Tonnen Bomben auf das Kloster und legten es in Schutt und Asche; 427 Zivilisten fanden den Tod und eine unersetzbare Kulturstätte war vernichtet. Ein militärischer Erfolg ist trotzdem nicht erzielt worden: Die Trümmer erbittert verteidigenden Fallschirmjäger bekamen hier von den Amerikanern die Bezeichnung „Grüne Teufel“ und nach insgesamt 4 blutigen Schlachten zogen sich die Truppen zurück, weil die Alliierten inzwischen in ihrem Rücken bei Nettuno gelandet waren.

Heute zieht das neu errichtete Kloster schon von weitem die Blicke der Besucher auf sich und zu seinen Füßen reihen sich die Soldatenfriedhöfe. 107.000 Gefallene aus 32 Nationen ruhen hier, künden von der Sinnlosigkeit des Krieges und mahnen zum Frieden. Hier treffen sich wenig Überlebende, die Angehörigen der Gefallenen und Jugendgruppen aus damaligen beteiligten Ländern.
Aus Deutschland kümmert sich die Deutsche Monte Cassino Vereinigung ( DMCV) um die Wahrung des Andenkens und den Erhalt der Gedenkstätten. Sie wurde bereits kurz nach dem Krieg von Oberst Bäumler gegründet, der an alles 4 Schlachten teilgenommen hatte und wird seit 1975 von Joseph Klein geleitet, der als Leutnant an den Kämpfen um Monte Cassino teilgenommen hatte. Vor 3 Jahren, also 2005 gründete Joseph Klein zusammen mit Richard Hartinger, dessen Vater in Monte Cassino ruht, noch die Monte Cassino Stiftung, die vor allem finanzielle Unterstützung leistet und so u.a. die Treffen von Jugendgruppen aus Ländern der ehemaligen Kriegsgegner fördert.

Die Traditionskameradschaft Fernspähtruppe hat noch ehemalige Monte Cassino Kämpfer in ihrem Reihen, die Kontakt zur DMCV herstellten. So kam es, dass Josepf Klein im April 2008 an unserer Jahreshauptversammlung teilnahm und einen Vortrag über die Kämpfe um Monte Cassino hielt. Er zeigte sich von unserer Kameradschaft recht beeindruckt und bat uns, in seine Fußstapfen zu treten und die Tradition und Repräsentation der deutschen Soldaten in Monte Cassino sicher zu stellen, wenn er sich -nun 88 Jahre alt- demnächst vom aktiven Geschehen zurück zieht.
Mit Zustimmung des Bundes Deutscher Fallschirmjäger ernannte er Ernst Krug zu seinem Stellvertreter und Nachfolger in der Deutschen Monte Cassino Vereinigung und der Deutschen Monte Cassino Stiftung.

Wir danken Joseph Klein für sein Vertrauen und ich verspreche, dass wir diese gewaltige verantwortungsvolle Aufgabe von ganzem Herzen mit allen Kräften in Angriff nehmen werden.
Damit werden neben den organisatorischen natürlich auch zusätzliche finanzielle Anforderungen auf uns zu kommen.
Unterstützen sie uns durch ihrer Mitgliedschaft!
Und wer bei dieser ehrenvollen Aufgabe, die die Gemeinnützigkeit unseres Vereins eindrucksvoll unterstreicht, auch finanziell unterstützen kann, den bitten wir um eine Spende auf das Konto Nr. 2365812 bei der Volksbank Herborn, BLZ 51691500.

Ernst Krug
1.Kameradschaftsleiter Traka FspTrp e.V. im BDF
stellv. Vorsitzender der Monte Cassino Vereinigung
Internet: traka-fernspaehtruppe.de
Bankverbindung:
VB Herborn, Kto Nr. 2365812 BLZ 51691500

17. April 2011