Jahreshauptversammlung der Traka Fernspähtruppe in 2015

20 Mitglieder trafen sich am 28.03.2015 in Homberg (Ohm) zur Jahreshauptversammlung.

Nach der Begrüßung und Totenehrung erstattete 1. Kameradschaftsleiter Kai­ Michael Horst den Jahresbericht für 2014. Höhepunkte waren der Besuch bei der DSK Stadtallendorf mit Gästebiwak und das Sommerfest mit der Gedenkveranstaltung im Garten von Ernst Krug in Erbenhausen sowie die M.Cassinofahrt mit Kranzniederlegungen auf den verschiedenen Friedhöfen. Im Jahr 2015 wird diese Fahrt in kleinem Kreis stattfinden. Horst dankte allen Aktiven für ihre Mitarbeit. Geschäftsführer Egon Panz legte den Kassenbericht vor. Die Kassenprüfer bescheinigten ordnungsgemäße Führung. Einstimmig gewählt als nachrückender Kassenprüfer wurde Bernd Kampmann. Am letzten Wochenende im Juli lädt die Taka zu einer Rheinfahrt ein. Im Mai und im September gilt es, 2 Geburtstage zu feiern. Für die JHV 2016 ist der 19.03 16 in der Region Herborn vorgesehen. Mit einem Kameradschaftsabend ging das Treffen zu Ende.

Erika Müller

12. Mai 2015

Einladung zur Jahreshauptversammlung 2015

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kameradinnen und Kameraden!

Wir laden ein zur Jahreshauptversammlung 2015 am Samstag, 28.03.15 um 16:00 Uhr im „Hotel Güntersteiner Hof“ in 35315 Homberg, Ohm.

Wichtiger Hinweis:
Anträge zur Mitgliederversammlung sind bis 11.03.2015 beim Vorstand einzureichen.

Anschließend: Kameradschaftsabend mit Essen à la Carte, Wein, Weib und Gesang
Bekleidung : Clubjacke mit Barett
Übernachtung:

  1. Hotel „Güntersteiner Hof“, Güntersteiner Weg 15, 35315 Homberg (Ohm)
    Tel.: 06633/478, Fax: 06633/5022, Stichwort: TRAKA
  2. Hotel „Frankfurter Hof “, Frankfurter Straße 97, 35315 Homberg (Ohm)
    Tel.: 06633/823, Fax: 06633/5084, Stichwort: TRAKA

Der Vorstand freut sich auf zahlreiches Erscheinen im „Güntersteiner Hof“!

Horrido und „Glück ab“!

Kai Michael Horst

22. Februar 2015

Die DMCV in Cassino (November 2014)

KranzniederlegungZur Gedenkfeier am Volkstrauertag, dem 14. Nov. 2014 hatte der Deutsche Botschafter in Italien Reinhard Schäfers eingeladen . Für die Deutsche Monte Cassino Vereinigung war deren Vorsitzender Ernst Krug, seine Frau sowie die Kameraden Dieter Kraus und Audi Westphal bereits am Morgen auf dem Deutschen Friedhof in Caira zusammen gekommen. Man hatte beschlossen, die Gedenkfeier in kleinem Rahmen durchzuführen. Angesichts der Gräber verbiete es sich, Fragen nach dem Sinn der Opfer zu stellen oder gar den Toten vorzuwerfen, sie hätten einem verbrecherischen Regime gedient, gab Ernst Krug in seiner Rede zu bedenken. Wir stehen in Respekt vor den Soldaten, die in beispielloser Tapferkeit ihr Leben ließen. Bei aller Trauer sind wir der Hoffnung, dass Lehren aus solchen Katastrophen gezogen werden, sagte Krug und zitierte Worte von General Mackensen, Befehlshaber der 14.Armee, die auch in Italien gekämpft hat:

„Was auch immer im Leben besteht, besteht durch Ehre und Treue. Wer heute die alte Pflicht verrät, verrät auch morgen die neuen.“

Dieter Kraus und Audi Westphal legten einen Kranz nieder, Westphal spielte auf der Mundharmonika „Ich hatt‘ einen Kameraden“ Damit ging die Gedenkfeier der DMCV in aller Stille zu Ende

Erika Müller

24. Januar 2015

Kranzniederlegung und Gedenkveranstaltung (Herborn)

16.11.2014: Volkstrauertag am Mahnmal in Herborn

Wir treffen uns am Sonntag zur Kranzniederlegung und Gedenkveranstaltung am Mahnmal im Marienbader Park an der Schlosstrasse!

  • Beginn 11:30 Uhr, Treffen um 11:00 Uhr
  • Anzug: Clubjacke mit Barett
  • Parkmöglichkeit: Schlosstrasse, Ecke Friedrich-Ebert-Strasse

Im Anschluss begeben wir uns zur „Wäller-Hütte“, Zur Hassel 24, 35759 Driedorf zum gemeinsamen Mittagessen.

23. Oktober 2014

Traka-Stammtisch im September

In Kürze wird sich die TraKa wieder zum Stammtisch treffen!

  • Ort: Gasthaus Brauerei Gutshof, Herborn
  • Datum:  Samstag,  20.09.2014
  • Ablauf: ab 17.00 Uhr: Eintreffen und Begrüßung
    ab 18.00 Uhr: Essen à la Carte und gemütliches Beisammensein

31. August 2014

Ortspokalschießen in Herbornseelbach

Wir treffen uns zum Ortspokalschießen am 22. & 23.8.2014 in Herbornseelbach!

Anmeldung bei Bernhard Henß unter der Nummer 02772 62204

18. August 2014

Gedenkfeier und Sommerfest in Erbenhausen

Stattliche 40 Anmeldungen konnte Geschäftsführer Egon vorweisen. Das zeigt, daß sich Erbenhausen zu einem Anziehungspunkt für kameradschaftliches Miteinander entwickelt hat. Das diesjährige Sommerfest war wieder mit einer Monte Cassino Gedenkveranstaltung verbunden.

Vor 70 Jahren wurden die Kämpfe beendet. Zurück blieben 130 000 Gefallene und tote Zivilisten, Grund genug für Ernst Krug, Vorsitzender der DMCV, in einer Feierstunde daran zu erinnern. Angeführt vom Evangelischen Posaunenchor Groß-Felda zogen die Teilnehmer zum Gartengrundstück, das Ernst Krug zu einer Gedenkstätte umgestaltet hat Zwischen Blumen, Gehölzen und Gestein trat der „Stürzende Adler“ deutlich hervor, eine Holzskulptur, die Ernst in dieser Feierstunde vorstellte. Kameradschaftsleiter Kai-Michael begrüßte die Teilnehmer und stimmte auf den besinnlichen Teil des Tages ein. Er gedachte der Bundeswehrsoldaten, die derzeit im fernen Afghanistan ihren Dienst verrichten und erinnerte an das Ende der Kämpfe um M.Cassino vor 70 Jahren. Eine Begegnung anläßlich der Gedenkfeiern in M.Cassino 2014 bleibe ihm noch lange im Gedächtnis. Eine Teilnehmerin aus Schottland übergab ihm einen alten Feldstecher, der einst einem Kriegsgegner gehörte und jetzt zum Zeichen der Aussöhnung wieder „zurückgegeben“ wurde. So werde die Erinnerung mit Leben und Aktualität erfüllt. Der Evangelische Posaunnenchor spielte die Nationalhymne. Gerhard Roos, zur Zeit mit der Flugsicherung in Afghanistan betraut, beschwor in eindringlichen Worten, den Ehrenkodex der Soldaten zu bewahren, ihn zu achten und sich zu ihm zu bekennen. Auch wenn manches verschwinde und dem Zeitgeist geopfert werde, bleibe der Inhalt weiter bestehen. Dazu gehöre Kameradschaft, Tradition, Verantwortung und der Wille, zu kämpfen. Soldaten verdienten mehr Anerkennung und Respekt, als es in der Öffentlichkeit Fall ist. Er fand deutliche Worte zu aktuellen Themen und sprach aus, was viele denken. Nach dem Choral „Ich bete an die Macht der Liebe nahm Pfarrer Ulrich Heyn Bezug auf das Evangelium nach Matth.8: Jesus begegnet einem Hauptmann und richtet das höchste Lob, das er je sprach, an einen Soldaten. Bewaffnete Konflikte habe es schon damals gegeben. Sie seien geblieben über die Jahrhunderte. Geblieben sei auch die Aufgabe der Soldaten, zu beschützen und zu bewahren. Dazu möge diese Gedenkstätte beitragen. Zwei Veteranen, die 1943/44 durch die Hölle von M. Cassino gegangen waren, legten am Mahnmal mit dem stürzenden Adler einen Kranz nieder. Ernst Krug mahnte abschließend, nicht nachzulassen in dem Bemühen um Frieden und Völkerverständigung. Pfarrer Heyn sprach ein Friedensgebet und Segensworte. Der Posaunenchor umrahmte die Feierstunde und spielte zum Schluss „Ich hatt‘ einen Kameraden“.

Später traf man sich zum geselligen Teil des Tages auf dem Hof von Ernst Krug, begleitet von volkstümlicher Blasmusik. Das kräftige Abendessen war eine gute Grundlage und Keule Büttners Lieder zur Gitarre (geradezu unerschöpflich) taten ein übriges, um den Abend unter der Eiche in Ernst Krugs denkmalgeschütztem Anwesen zum Erfolg werden zu lassen. Dank an alle, die dazu beigetragen haben!

Erika Müller

09. August 2014

Gedenkveranstaltung am Lahnufer

Samstag, 23. August 2014 um 11 Uhr in Kirschhofen
Meldekopf: Parkplatz Guntersau, „Jimmy’s Restaurant“, ab 10:30 Uhr
Weilstraße 4, 35781 Weilburg
Anmeldung bei Werner Sitter: Mobil: 0157-8590 3468

04. August 2014

Vor 70 Jahren

70 Jahre, nur ein Wimpernschlag in der Geschichte, der alles veränderte. Im Mai des Jahres 1944 gingen die Kämpfe in der Region M. Cassino zu Ende. Zurück blieben 130000 gefallene Soldaten und ein dem Erdboden gleichgemachtes Kloster. Um uns zu erinnern, zu gedenken und mit den einstigen Gegnern zu versöhnen, machten wir uns auf nach Italien. Wir waren 52 Teilnehmer, dabei die Veteranen Kurt und Werner. Ernst Krug, Vorsitzender der Deutschen Monte Cassino Vereinigung hatte unsere Fahrt organisiert. An den Feierlichkeiten waren alle an den Kämpfen beteiligten Nationen vertreten. Nominiert als Fahnenträger war der 1. Vorsitzende der Traka, Kai-Michael, als Begleiter Audi und Marcel, für die Kranzniederlegung Hans und Wolfgang. Vor Ort waren Cosmo, Mario und zahlreiche italienische Freunde hilfreiche Ansprechpartner. Unterwegs führte uns ein Abstecher ins Allgäu, wo es ein Wiedersehen mit Hermann Völck gab. Nach der Zwischenübernachtung in Südtirol erreichten wir das Hotel Rocca in Cassino. Tag 1 führte uns nach Esperia. Auf dem Marktplatz vor der 300 Jahre alten Kirche St.Pedro in canilis hatte die Gemeinde zu einer Feierstunde eingeladen. Ernst Krug überreichte Bürgermeister Giuseppe Moretti eine Gedenkplakette. Unsere Abordnung legte einen Kranz nieder. Auf der Fahrt ins Hotel schlug die Stunde unseres Busfahrers. Jochen war über Schleichwegen auf Abwege geraten. Da half auch millimetergenaues Rangieren nichts, das Gartenmäuerchen blieb standhaft. Auf einer abgemähten Wiese konnte Jochen schließlich eine Ehrenrunde drehen. Beifall von uns! Den Tag 2 verbrachten wir auf dem polnischen Friedhof. Polen feierte seine Helden, allen voran General Anders. Erinnerung, Gedenken, Stolz und Trauer waren perfekt in Szene gesetzt. An den Gräbern nahmen Pfadfinder Aufstellung. Das ließ die riesigen Dimensionen der Anlage deutlich sichtbar werden. Anwesend waren der gesamte Episkopat, Veteranen, Generale sowie Regierungsmitglieder, angeführt von Ministerpräsident Donald Tusk. Die Bischöfe zelebrierten eine Hl.Messe, Gebetsrufe erschallten in verschiedenen Sprachen, Namen von Gefallenen wurden verlesen. Die Glocken läuteten. Drei Böllerschüsse wurden abgegeben. Unsere Abordnung legte einen Kranz nieder. Am frühen Abend versammelten wir uns an der Friedensglocke von San Angelo zur amerikanischen Gedenkfeier. Ein Chor trug die Hymnen aller am Krieg beteiligten Nationen vor. Cassinos Bürgermeister Guiseppe Golini Petrarcone begrüßte die Teilnehmer. Der Divisionskommandeur der 36. Texasdivision sprach die Gedenkworte. Er erinnerte an das gewaltsame Durchbrechen der 3 deutschen Linien. „Was ich sah, war die blutigste Schlacht in Italien, und das im Tal der Engel“ (valley of the angels), meinte Australiens Delegierter. Ernst Krug sprach Worte der Trauer, der Versöhnung und der Zuversicht. Möge Frieden hinausgehen in die Welt, war die Botschaft des Abends. Unsere Abordnung legte einen Kranz nieder, Blumen wurden den Wellen des Liri übergeben.

Tag 3 stand ganz im Zeichen der Engländer. Auf ihrem Friedhof ruhen über 4000 Gefallene. Ein Kranz wurde niedergelegt. 40 Veteranen aus dem gesamten Commonwealth waren gekommen, darunter auch Maoris in Tracht aus Neuseeland. Prominentester Gast war Prinz Harry. Am Mahnmal legte er einen Kranz aus roten Blumen nieder. BM Petrarcone überreichte ihm eine goldene Erinnerungsmedaille. Am Nachmittag führte uns Don Germano durch das Kloster, die Kirche, Krypta und Kapelle. Im Eingangsbereich gab es eine Sonderausstellung zum 70. Jahrestag. Tag 4 war unser Tag, der Tag der Deutschen. Die Feier auf dem Friedhof hatten Markus Meckel, Präsident des Volksbundes und Arne Schrader gestaltet. Mehrere hundert Teilnehmer fanden sich unter dem Hochkreuz ein, in Paradeuniform die Hoch- und Deutschmeister und die Bersagleri. Um 12.30 Uhr läuteten die Glocken. Schrader begrüßte u.a. BM Petrarcone, den Deutschen Botschafter Reinhard Schäfers, den Präfekt von Frosinone, Vertreter des Diplomatischen Corps, des BDF, Rosario Ajosa, General des Armeecorps der Carabinieri und Inhaber der Goldenen Tapferkeitsmedaille, sowie deutsche Schüler. „Europa hat seine Lektion gelernt, aus Feinden werden Freunde“. Angereiste Schüler zitierten aus Briefen deutscher Soldaten. Der Divisionskommandeur der 36. Texas-division dankte den Deutschen für ihre Bereitschaft zur Vergebung Versöhnung. „Damals Feinde – heute Freunde“. Der Tod hat nicht das letzte Wort. „Gott lässt uns fallen in seinen Frieden hinein“ gab Pfr. Don Angelo Monti den Teilnehmern mit auf den Weg. Das große Bundeswehrorchester spielte „Ich hatt‘ einen Kameraden“ und „Il Silenzio“, sowie zum Abschluß die italienische und deutsche Nationalhymne. Kränze wurden niedergelegt. Nachmittags machten wir uns bereit zum Aufstieg auf den einst umkämpften Gipfel des Cole Abate.Fahne und Kranz waren mit dabei. Don Angelo las die Hl. Messe. Tirelles Bürgermeister begrüßte Ernst Krug und stellte fest, dass dessen Engagement das Interesse und die Beteiligung am Thema M.Cassino wachhalte und verstärke. Beim Abstieg wurden wir üppig bewirtet mit Pizza, Pasta, Gulaschsuppe, Rot- und Weißwein. Auch am Tag 5 ging es hoch hinaus. Unsere italienischen Freunde brachten uns mit ihren Geländewagen auf den Monte Cifalco.Hier hatten sich damals die Soldaten in den Höhlen der Steilhänge verschanzt. Anschließend waren wir Gäste der Gemeinde Olivella. Bürgermeisterkandidat Fernando Cucco gab sich die Ehre. Im Pfarrsaal St.Maria Dell Ulivo wurden wir mit Italiens Nationalgericht Spaghetti bewirtet, an dem auch Don Angelo tatkräftig beteiligt war. Am Tag 6 besuchten wir das Weltkriegsmuseum in Rocchetta a Vulturno. Es besteht in privater Trägerschaft in einem Gebäude des 19. Jahrhunderts. Zu sehen ist eine umfangreiche Sammlung von Militaria. Anschließend verwöhnte uns die Gemeinde Viticuso mit landestypischen Gerichten und einem liebevoll zusammen – gestellten Folkloreprogramm. Busfahrer Jochen manövrierte sein riesiges Gefährt mit viel Gefühl durch enge Gassen, um Ecken und über Passstraßen. – Am Morgen hieß es Kofferpacken und Abschied nehmen. Im Hotel Rotwand in Südtirol wurde Bilanz gezogen. Vorsitzender Erst Krug betonte nachdrücklich Sinn und Zweck unserer Reise, nämlich erinnern und gedenken. Vergessen und Missachten den Veteranen gegenüber seien beschämend, das habe allein die Politik zu verantworten. Er verlas ein Gedicht des im August 1942 gefallenen Lts. Wolfgang Zügel. Darin heißt es, dass sich viele Soldaten als Opfer der damaligen Machthaber sahen. Für den BDF sagte Hans Oehler, diese Reise sei von Bedeutung für das Ansehen der Deutschen im Ausland gewesen. Veteran Werner Richter fasste in Anlehnung an Horst Köhler zusammen: freundliches Desinteresse – Soldaten dürfen als Mörder bezeichnet werden – Wehrmachtsausstellung, all das nehme den Soldaten die Ehre. Anerkennung und Respekt kämen allenfalls von ehemaligen Gegnern.  Am nächsten Morgen dankte Krug allen Helfern. Er erzählte, wie er jahrelang das Thema M. Cassino verfolgte, Freundschaften in der Region geknüpft hat und schließlich seinen Garten in Erbenhausen zu einer Gedenkstätte umgestaltete für die unschuldigen Opfer unter der italienischen Zivilbevölkerung .Allzu schnell sind sie vergangen, die 6 Tage in Cassino. Alle Gedenkveranstaltungen 2014 waren getragen von Würde, Respekt und gegenseitiger Achtung. In den Medien waren die Ereignisse der Jahre 1943/44 präsent in Form von Sondersendungen und Sonderseiten. So entdeckten wir einen Auszug von Hermann Völcks Kriegstagebuch in der „L’inchiesta“ in deutscher Sprache. Was nehmen wir darüber hinaus noch mit? Italienische Gastfreundschaft, Lebensfreude und Lebensart , nicht zu vergessen Italiens Nationalgericht Spaghetti und Vino Rosso.

Erika Müller

07. Juni 2014

Anni Winters Geschichte

PortraitAls es eines morgens im März 1944 an der Türe klingelte, wußte Frau Leni Winter, worum es ging. Zwei Männer teilten ihr mit, ihr Mann Willi sei in Süditalien den Heldentod gestorben. Ein paar Monate später brachte sie ein Mädchen zur Welt. Für die kleine Anni sollten viele Jahre vergehen, bis sie ihrem toten Vater näher kam. Vor etwa 20 Jahren richtete die Schwester des Vaters eine Anfrage an das Rote Kreuz. Dieses wandte sich an die Kriegs-gräberfürsorge. Bald war Willi Rileits Grab im fernen Italien gefunden und identifiziert. Anni Winter erfuhr über die Bundeswehr von der Existenz der Dt. Monte Cassino Vereinigung und wurde an deren Vorsitzenden Ernst Krug verwiesen. Mit ihrem Mann schloss sie sich der Reisegruppe an, die zu den 70Jahrfeierlichkeiten nach Cassino fuhr. Auf dem Deutschen Soldatenfriedhof stand Anni Winter zum ersten Mal am Grab ihres Vaters. Berufssoldat Willi Rileit, Feldwebel in einem Fallschirmjägerregiment, Inhaber des Kriegsdienstkreuzes 2. Klasse mit Schwertern und der Afrikamedaille, gefallen in Cassino am 22.März 1944, kämpfte in Frankreich, Griechenland, Italien, Nordafrika und Rußland. Am 20.Mai 2014 gedachte eine Abordnung mit Fahne der Deutschen Monte Cassino Vereinigung gemeinsam mit seiner Tochte des gefallenen Cassinokämpfers auf dem Deutschen Soldatenfriedhof in Caira.

Am Grab

05. Juni 2014

Jahreshauptversammlung 2014 in Herborn

Zur Jahreshauptversammlung 2014 trafen sich über 40 Mitglieder der Traditionskameradschaft FeSpähTrp   am 27.04. in der Gutshofbrauerei Herborn. Eröffnet wurde mit dem Lied „Rot scheint die Sonne“ und der Totenehrung. Es folgten die Vereinsregularien. Ordnungsgemäße Kassenführung wurde bescheinigt.Vorsitzender Kai-Michael Horst berichtete über die Ereignisse und Aktivitäten des vergangenen Jahres. Schwerpunkte waren das 3tägige Sommerfest in Erbenhausen mit einem vielfältigen Programm, die Andacht an der Lahn, der Stammtisch und das Gedenken am Volkstrauertag. 186 Mitglieder sind derzeit in der Traka zusammengeschlossen. 3 Mitglieder waren verstorben. Wahlleiter Bernard Henß organisierte die Vorstandsneuwahlen . Einstimmig  wiedergewählt wurde Vorsitzender Kai-Michael Horst. Marcel Gischler wurde für die ausgeschiedene Helga Grün als Beisitzer gewählt. Tom Hüter wird Kassenprüfer. Als Zeichen der Verbundenheit befestigte  Ernst Krug ein Fahnenband der DMCV (Deutsche M.Cassino Vereinigung) an der Traka-Fahne. Künftige Fahrten nach Montecassino wird Bernd Kampmann organisieren. Mit einen gemeinsamen Abendessen ging die Versammlung zu Ende.

Nächste Termine:

  • Sommerfest 26.07.14
  • Lahnandacht Kirschhofen 23.08.14
  • Stammtisch 20.09.14
  • JHV 2015 28.03.15

11. Mai 2014

Terminänderung Sommerfest

Aus organisatorischen Gründen wird das Sommerfest vom 19. Juli auf den 26. Juli verschoben. Eine schriftliche Einladung erfolgt noch wie üblich.

04. Mai 2014

Pokalschießen in Herborn

Der Schützenverein Herborn lädt zum Pokalschießen vom 7. bis 11. April ein!

Interessierte Kameraden bitte bis zum 2. April bei Bernhard Henß melden. Weitere Infos auf unserer Pinnwand.

 

25. März 2014

Jahreshauptversammlung 2014

Termin: Jahreshauptversammlung 2014 am Samstag, 29.03.14 um 16:00 Uhr in der „Gutshof-Brauerei“ in Herborn

24. Februar 2014

Vorläufiges Programm: Cassino 2014

Hotel RoccaKlicke hier für das vorläufige Programm zur Fahrt zu den Gedenkfeiern des 70. Jahrestages der Schlacht um Monte Cassino vom 15. bis 24. Mai 2014: Aufenthalt Cassino 2014

10. Dezember 2013

Gedenken und Gespräche

Ein volles Programm hatte DMCV-Vorsitzender Ernst Krug für unseren 3-tägigen Aufenthalt in Monte Cassino zusammengestellt. Im Mittelpunkt stand das Totengedenken am Volkstrauertag auf dem Deutschen Friedhof in Caira. Zudem ging es um die Vorbereitung der 70-Jahrfeierlichkeiten im Mai 2014.

Am Donnerstag, den 14.11.13 machte sich unser Vorkommando auf den Weg. Wir – das sind Vorsitzender Ernst Krug, Dieter Kraus und Pressefrau Erika Müller. Per PKW über den leicht verschneiten Brenner und nach einer Zwischenübernachtung in Südtirol erreichten wir unser Quartier im Hotel Rocca in Cassino.

Was wird für Mai 2014 geplant?
Darüber sprach Ernst Krug mit Dolmetscherin Claudia und informierte sich über die verschiedenen Militärmuseen. Unsere italienischen Freunde und Kameraden bereiteten uns einen überaus herzlichen Empfang. Die Bersagleri luden uns zum Mittagessen ein, das sich bis zum Abend hinzog. Am nächsten Tag gab es Gespräche mit Simone, Mario und Walter. Auf der Tagesordnung stand das Beiprogramm mit Busrouten, Fahrzeiten und Besichtigungen. Zufahrten, Haltestellen und Parkmöglichkeiten mußten festgelegt werden. Geradezu schweißtreibend waren die Verhandlungen in Südtirol wie auch in Cassino. Ernst Krug lieferte sich wahre Preisgefechte mit den beiden Hoteliers. Da Cassino 2014 für die meisten der Veteranen wohl die letzte Fahrt sein dürfte, wollen wir für sie den Ablauf besonders sorgfältig vorbereiten. Das Thema „Organisation“ stand auch im Mittelpunkt der abendlichen Einladungen im Hause Janetta sowie bei Rita und Cosmo, wo wir viel italienische Gastlichlichkeit erfahren durften.

Am Sonntag trafen sich ca. 150 Teilnehmer auf dem Deutschen Soldatenfriedhof in Caira. Die Deutsche Kriegsgräberfürsorge hatte die Feierstunde zum Volkstrauertag organisiert. Die Gesandte Frau Nibbeling-Wrießnig hielt als Vertreterin des Deutschen Botschafters in Italien die Eröffnungsansprache. Sie begrüßte zunächst die Vertreter der Kirchen, des Militärs, der Kommunen und Herrn Betz vom VDK. Die Trauer des heutigen Tages berühre und vereine uns alle, das Gedenken an die Opfer sei eine zutiefst emotionale und persönliche Angelegenheit. Sie erzeuge Respekt, Toleranz und Solidarität. Im weiteren Verlauf ging die Rednerin auf die Ereignisse des Jahres 1943 ein.Sie gedachte der 130000 Opfer der Region Cassino und der Zerstörung des Klosters. Sie erinnerte aber auch an die Gefallenen des 1.Weltkrieges, an Kriegsgefangene und an das Leiden der Zivilbevölkerung durch Terror und Gewalt und der Deutschen Bundeswehrsoldaten, die bei Auslandseinsätzen um’s Leben kamen. Danach wurden Kränze niedergelegt, für die DMCV von deren Vorsitzendem Ernst Krug, flankiert von Walter Janetta und Dieter Kraus. Auf der Trompete erklanG „Il Silenzio“. Die Vertreter der beiden Kirchen sprachen ein Totengedenken und gemeinsame Segensworte. Herr Betz vom VDK schloß die Veranstaltung. Danach trafen wir uns in den Räumen der Friedhofsverwaltung zum Gedankenaustausch und trafen auf so manches bekannte Gesicht. Am Abend folgten wir Giovannis Einladung zu einem Umtrunk. Er machte mit uns einen Rundgang durch sein Anwesen und seine Sammlung von allerlei Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens.

Damit gingen für uns drei intensiv erlebte Tage vorbei – kein Spaziergang – und doch voller Eindrücke.

Erika Müller

10. Dezember 2013

Volkstrauertag in Herborn

Volkstrauertag am Mahnmal in Herborn am 17.11.2013

Kranzniederlegung und Gedenkveranstaltung
am Mahnmal im Marienbader Park an der Schlosstrasse

Beginn 11:30 Uhr, Treffen um 11:00 Uhr
Anzug: Clubjacke mit Barett
Parkmöglichkeit: Schlosstrasse, Ecke Friedrich-Ebert-Strasse

07. November 2013

Traka-Stammtisch

Der Hüttenabend in Herbornseelbach am 28.09.2013 findet nicht statt, anstelle dessen findet ein Traka-Stammtisch am 28.09.2013 statt:

Ort: Gasthaus Simon, Burg Greifenstein
Datum: Samstag 28.09.2013
ab 16.00 Uhr: Eintreffen und Begrüßung
ab 17.00 Uhr: „Bilder des Jahres 2013“
ab 18.00 Uhr: Essen à la Carte und gemütliches Beisammensein

25. August 2013

Sommerfest der DMCV und der Traka Fernspähtruppe

Die Deutsche M. Cassino Vereinigung und die Traditionskameradschaft Fernspähtruppe hatten zu einer MC-Gedenkfeier und zum Sommerfest  vom 04.07.- 08.07. 13 in  ihren „Stützpunkt“ Erbenhausen eingeladen. Den über 100 Teilnehmern wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten, das  DMCV- Vorsitzender Ernst Krug und Traka Vorsitzender Kai-Michael Horst zusammengestellt hatten. Mit großer Freude wurden 10 Gäste aus Cassino empfangen. In den historischen Gala – Uniformen der Bersaglieri  erregten sie überall viel Aufmerksamkeit. Mit dabei waren auch Senator Simone und Oberst Don Angelo Moncelli. Ernst Krug führte die Gäste durch sein Bauernhofmuseum und den M. Cassino-Raum im Obergeschoß. Am Nachmittag wurde in der Kaserne Stadtallendorf eine Sprungvorführung besucht, danach das Sommerbiwak der DSO. Am Freitag ging es  zur Heeresfliegerstaffel nach Fritzlar. Hier wurden die Gäste an den einzelnen Gefechtsständen über den Kampfhubschrauber „Tiger“ informiert. Das anschließende Kontrastprogramm bestand aus einer Führung durch die historischen Straßen und Gassen von Fritzlar und durch den alten Kaiserdom. Der Samstag stand ganz im Zeichen der Gedenkfeier für die Gefallenen und zivilen Opfer in M Cassino. DMCV-Vorsitzender Krug hatte seinen Garten zu einer eindrucksvollen Gedenkstätte umgestaltet, eine in Deutschland wohl einzigartige Anlage. Mitglieder, Freunde und Kameraden  versammelten sich um das Mahnmal. An der Steinstele wurde eine Tafel zur Erinnerung an die unschuldigen, zivilen Opfer in der Region Cassino enthüllt. Ernst Krug begrüßte General a.D. Georg Bernhardt, Präsident des BDF, dessen Teilnahme der Feier eine besondere Bedeutung verlieh, weiterhin die Gäste aus Italien und die Vertreter der beiden Kirchen. Veteran Monsignore Hermann Völk, damals Oberleutnant  und Kompaniechef, sprach Gedenkworte. Er variierte „Das Kreuz siegt über das Schwert“, eine Erkenntnis aus den eigenen Kriegserlebnissen.  Die Veteranen Rudi Michel und Kurt Seib legten einen Kranz nieder. Umrahmt wurde das feierliche Geschehen vom Feldataler Posaunenchor. Auf Trompeten intonierten Carlo „Il silenzio” , Marius Pfeil (Homberg) „Ich hatt’ einen Kameraden“. Don Angelo segnete die Gedenktafel. Für die Evangelische Kirche sprach Pfr. Ulrich Heyn die Gedenkworte. Das Tor zur Menschlichkeit sei schwer zu öffnen – und schwer zu schließen. Mit diesem Mahnmal habe es sich geöffnet. Es erinnere uns an die, deren Leben ein so brutales Ende fand. Mit dem Lied „Rot scheint die Sonne“ ging die Feier zu Ende. Sie war von Würde, Respekt und tiefem Ernst getragen, hieß es von Seiten der Teilnehmer.

Der Nachmittag bot reichlich Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein in Ernst Krugs denkmalgeschützter Hofanlage unter der Eiche. Sommerfeststimmung kam auf. Jürgen (Keule) Büttner unterhielt mit launigen Liedern zur Gitarre. Traka-Vorsitzender K.-M. Horst  dankte in seiner Begrüßung besonders Klara Krug sowie allen Helfern für ihre Unterstützung.  Horst erinnerte an die Gründung der FSJ-Kameradschaft Dillenburg vor 25 Jahren und verlas das Gründungsprotokoll vom 14.11.1987. Ehemalige wurden geehrt. General Bernhardt zeigte sich beeindruckt von den zahlreichen Aktivitäten. Unter dem Beifall der Anwesenden  verlieh er Ernst Krug das Ehrenzeichen des BDF in Gold. An seinen Dankesworten konnte man ermessen, was ihm diese Ehrung bedeutet. Erika Müller erhielt den Ehrenteller des BDF. Die Vogelsberger Seniorensänger sangen und spielten noch bis in die Dämmerung hinein.

Am Sonntag Vormittag stand die Besichtigung von Dieter Kraus’ privatem Militärmuseum in Wetzlar auf dem Programm. Zu sehen sind mehrere Tausend Exponate, darunter seltene Originalstücke. In einer separaten Halle stehen Militärfahrzeuge. Anschließend folgte man der Einladung zu seinem Sommerfest . Er hatte weder Kosten noch Mühe gescheut und eine richtig volkstümliche Party mit Lifemusik, Spezialitäten vom Grill und Bier vom Fass auf die Beine gestellt. Dieses Erlebnis haben die Gäste aus Cassino sichtlich genossen.

Am Abend bat Ernst Krug die italienischen Freunde und Kameraden zum besinnlichen  Ausklang an den Runden Tisch in den Güntersteinerhof in Homberg.  Danksagungen wurden ausgetauscht, Freundschaften bekräftigt. Zur Erinnerung überreichte Ernst Krug  jedem ein gerahmtes Bild des Mahnmals. Don Angelo sprach Segensworte. Mit dem gemeinsamen Vaterunser gingen die vier Tage zu Ende, vier Tage, die allen noch lange in Erinnerung bleiben werden. Den Gästen fiel das Abschiednehmen schwer, es war ihnen deutlich anzusehen. Am nächsten Morgen schließlich startete in Frankfurt der Flieger nach Neapel.

erika müller

20. Juli 2013

Für Monte Cassino gibt es kein Vergessen

22 Teilnehmer waren vom 15.05 – 24.05. 13 zu einer Busreise nach Cassino aufgebrochen, um die alljährlichen Gedenkfeiern anläßlich der Beendigung der Kämpfe um Monte Cassino am 18.05.1944 zu veranstalten. Nur noch ein Veteran konnte diese Reise auf sich nehmen: Soldat Kurt Seib (92). Nach einer Zwischenübernachtung in Leifers/Südtirol erreichte die Gruppe ihr Quartier im Hotel Rocca in Cassino. Am ersten Tag führte die Fahrt durch die wildromantischen Abruzzen nach Ortona an der Adria. Über die sogen. „Todeskreuzung“ unterhalb des Ruinendorfes San Pietro Infino ging es zunächst nach Venafro. Unterwegs erläuterte Ernst Krug die verschiedenen militärischen Strategien, die mit der Landung der Aliierten auf Sizilien begannen und kurz darauf so dramatisch eskalieren sollten. Krug erklärte dieVerteidigungsmaßnahmen entlang der Winterlinie (Bernhardlinie) auf den von West nach Ost ziehenden Anhöhen, und zeigte,wo die einzelnen Stellungen lagen . Heiß umkämpft war die Stadt Orsonia. Das 25.Bataillon griff an und besetzte sie am 02.09.1943. Doch die 26. Panzerdivision beendete durch ihr plötzliches Auftauchen den Erfolg der Alliierten. Ihr Hauptzugang nach Cassino und zur Gustavlinie führte durch die Mignano-Enge. Am 01.12.43 waren die Alliierten bis hierher vorgedrungen. Dem hochgerüsteten 5.Amerikanischen Corps hatten die Deutschen nur wenig entgegen zu setzen. 6 Tage dauerten die erbitterten Kämpfe. Aus 756 Geschützen wurden 197000 Granaten auf den Monte Canino abgefeuert. Um den Berg einzunehmen, sollten die Artilleriebeobachter ausgeschaltet werden . In Ortona, dem Landeplatz der Neuseeländer starben damals 400 Deutsche Fallschirmjäger und 650 Neuseeländer. Besonders hart traf es die Küstenstadt Foggia mit ihren 13 Flughäfen. -In Ortonas Altstadt wurde in einer landestypischen Pizzeria eingekehrt und anschließend das Militärmuseum besucht. In großformatigen Foto-Reproduktionen zeigt es vor allem das Leiden der Zivilbevölkerung. Auf der Rückfahrt wurde die eindrucksvolle Kathedrale von Campobasso besichtigt. Eine Amerikanerin hatte damals mit Hilfe einer Stiftung den Grundstein gelegt. Einen eher stillen Ausklang des Tages bildete der Besuch des französischen Friedhofs in Venafro mit über 3000 Gräbern.

 

Am Sonntag, dem 19.05.13 fand auf dem Deutschen Friedhof in Caira die Gedenkfeier statt. Ernst Krug, Vorsitzender der Deutschen Monte Cassino Vereinigung DMCV begrüßte die Teilnehmer zum 69. Jahrestag der Beendigung der Kämpfe. Anwesend war auch eine Abordnung der 36. US-Texas Infanteriedivision und der Bersaglieri, Scharfschützen im italienischen Heer. Veteran Kurt Seib nahm unter dem Hochkreuz einen Ehrenplatz ein. Der Deutsche Militärattaché Benedict von Andrian-Werburg erinnerte in seiner Ansprache an die Gefallenen aus 24 Ländern. Sie mahnten uns, es besser zu machen, gemeinsam für Frieden und Freiheit einzutreten und unsere heutigen Werte zu bewahren. Sich vor den Opfern zu verneigen sei Ausdruck von Trauer und Dankbarkeit. Für die MC-Stiftung gedachten Michele Di Leonardo der Gefallenen und der zivilen Opfer, für die 36. Texas Infanteriedivision war es deren Divisionskommandeur. Die Friedensgebete sprach P. Antony . Kränze wurden nieder gelegt. DMCV – Vorsitzender Ernst Krug brachte seinen Dank an die Soldaten zum Ausdruck .Wer die Opfer vergesse, lasse sie ein zweites Mal sterben, die Fülle des Leids, das aus dem Drama von M.Cassino entstand, sei nicht in Worte zu fassen, so Krug in eindringlichen Worten. Anstelle von Veteran Msgr.Hermann Völk sprach er ein persönliches Friedensgebet. Im Anschluß ehrte er acht italienische Kameraden mit Erinnerungsplaketten und Urkunden. „Il silenzio“ war auf der Trompete zu hören. Von Audi Westphal erklang das Lied vom Guten Kameraden auf der Mundharmonika. Mit einem Empfang in den Räumen der Deutschen Kriegsgräberfürsorge ging die Gedenkfeier zu Ende.- Am Abend hatten sich einige hundert Teilnehmer an der großen Friedensglocke in San Angelo eingefunden.Vom Stadtzentrum zogen verschiedene Abordnungen in die Amerikanische Gedenkstätte am Rapido ein. Der Kommandeur der 36. Texasdivision und Cassinos Bürgermeister Giuseppe Golini Petrarcone legten einen Kranz nieder. Sie betonten in ihren Ansprachen, ein solches Inferno wie 1943/44 dürfe es nie wieder geben Ein jeder sei aufgerufen, für Sicherheit und Frieden einzutreten. Die Ereignisse von damals seien Mahnung, Leid und Tod nicht zu vergessen. Durch ihre Botschaften waren Canada , Großbritannien, Neuseeland und Polen vertreten. Am Wasser des Rapido sprachen die Geistlichen des Ortes Friedensgebete und segneten die Kränze, die von der Brücke aus den Wellen übergeben wurden.

Während das Wasser die Botschaft vom Frieden hinaustrug in’s Land, versammelten sich in 1800m Höhe auf dem Colle Abate Italiener und Deutsche, um der Opfer der 44. Infanteriedivision der Hoch-und Deutschmeister zu gedenken. Sie lieferten damals sich schwere Abwehrkämpfe mit algerischen und marokkanischen Divisionen unter Französischer Führung. Auf dem authentischen Gefechtsfeld von 1943 zu stehen, hinterließ bei den Besuchern des Jahres 2013 einen bleibenden Eindruck. Nach den Kämpfen wurden Colle Abate und Belvedere von den Gegnern wechselseitig in Besitz genommen. Don Angelo Monzelli hielt den Gottesdienst und gedachte in seiner Ansprache der Gefallenen. In Terelle war es ein besonderes Erlebnis, mit wieviel Herzlichkeit die Deutschen empfangen wurden. Das brachte auch der Bürgermeister zum Ausdruck, als er bei einem kleinen Empfang im Freien die Besucher willkommen hieß und ihren Besuch würdigte. Bei soviel Freude und Sympathie fiel der Abschied schwer.

Den nächsten Tag verbrachte die Gruppe in der Stadt Atana, einem Ort, der bereits vor den Römern besiedelt war. Dr.Visocchi führte die deutschen Gäste durch das Archäologische Museum, Dolmetscherin Claudia Fortuna zeigte die historische Innenstadt. Abends lud ein nahe gelegenes Weingut zu einer Weinprobe seiner Bio-Weine ein. – Ein ganz zentrales Erlebnis ist immer wieder das Kloster Montecassino hoch über der Stadt. Am letzten Tag führte Benediktiner Don Germano, assistiert von Dolmetscher Walter Jeanetta durch die prachtvolle Kirche, die Krypta, vorbei an Brunnen, Säulen und Wandelgängen. In Venafro zeigten zwei Brüder ihre militärische Sammlung im privaten Museum „Winterlinie“. In San Pietro Infino stand ein Gang durch das Militärmuseum und zum Italienischen Friedhof auf dem Programm. Später luden die Bersaglieri zu einem Pizza-Abend ein. Vorsitzender Mario Valente überreichte Ernst Krug eine Medaille. Dieser revanchierte sich mit einer Erinnerungsplakette. Dankesworte wurden ausgetauscht, Freundschaften bekräftigt. Nach dem „Il Silenzio“ auf der Trompete spielte Audi Westphal zum Abschied „Muß i’denn…“

Vor der Zwischenübernachtung in Südtirol trafen sich die Teilnehmer zu einem Kameradschafts- abend und ließen die Erlebnisse und Begegnungen noch einmal Revue passieren. Oberstleutnant a.D. Horst Liese dankte Ernst Krug im Namen aller für das Zustandekommen und die sorgfältige Organisation dieser Fahrt. DMCV-Vorsitzender Krug überreichte Urkunden an Sylvia und Manfred Rode sowie Helmut Dinter. Audi Westphal und Erika Müller erhielten das Stahlhelmabzeichen in Gold. Für die Unterhaltung sorgten Traka-Vorsitzender Kai-Michael Horst (Gitarre) und Audi Westphal (Mundharmonika ) Am nächsten Morgen brachte Busfahrer Jochen Haas die Italienfahrer wohlbehalten in die Heimat.

Erika Müller

10. Juni 2013

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