Anni Winters Geschichte

PortraitAls es eines morgens im März 1944 an der Türe klingelte, wußte Frau Leni Winter, worum es ging. Zwei Männer teilten ihr mit, ihr Mann Willi sei in Süditalien den Heldentod gestorben. Ein paar Monate später brachte sie ein Mädchen zur Welt. Für die kleine Anni sollten viele Jahre vergehen, bis sie ihrem toten Vater näher kam. Vor etwa 20 Jahren richtete die Schwester des Vaters eine Anfrage an das Rote Kreuz. Dieses wandte sich an die Kriegs-gräberfürsorge. Bald war Willi Rileits Grab im fernen Italien gefunden und identifiziert. Anni Winter erfuhr über die Bundeswehr von der Existenz der Dt. Monte Cassino Vereinigung und wurde an deren Vorsitzenden Ernst Krug verwiesen. Mit ihrem Mann schloss sie sich der Reisegruppe an, die zu den 70Jahrfeierlichkeiten nach Cassino fuhr. Auf dem Deutschen Soldatenfriedhof stand Anni Winter zum ersten Mal am Grab ihres Vaters. Berufssoldat Willi Rileit, Feldwebel in einem Fallschirmjägerregiment, Inhaber des Kriegsdienstkreuzes 2. Klasse mit Schwertern und der Afrikamedaille, gefallen in Cassino am 22.März 1944, kämpfte in Frankreich, Griechenland, Italien, Nordafrika und Rußland. Am 20.Mai 2014 gedachte eine Abordnung mit Fahne der Deutschen Monte Cassino Vereinigung gemeinsam mit seiner Tochte des gefallenen Cassinokämpfers auf dem Deutschen Soldatenfriedhof in Caira.

Am Grab

05. Juni 2014

Jahreshauptversammlung 2014 in Herborn

Zur Jahreshauptversammlung 2014 trafen sich über 40 Mitglieder der Traditionskameradschaft FeSpähTrp   am 27.04. in der Gutshofbrauerei Herborn. Eröffnet wurde mit dem Lied „Rot scheint die Sonne“ und der Totenehrung. Es folgten die Vereinsregularien. Ordnungsgemäße Kassenführung wurde bescheinigt.Vorsitzender Kai-Michael Horst berichtete über die Ereignisse und Aktivitäten des vergangenen Jahres. Schwerpunkte waren das 3tägige Sommerfest in Erbenhausen mit einem vielfältigen Programm, die Andacht an der Lahn, der Stammtisch und das Gedenken am Volkstrauertag. 186 Mitglieder sind derzeit in der Traka zusammengeschlossen. 3 Mitglieder waren verstorben. Wahlleiter Bernard Henß organisierte die Vorstandsneuwahlen . Einstimmig  wiedergewählt wurde Vorsitzender Kai-Michael Horst. Marcel Gischler wurde für die ausgeschiedene Helga Grün als Beisitzer gewählt. Tom Hüter wird Kassenprüfer. Als Zeichen der Verbundenheit befestigte  Ernst Krug ein Fahnenband der DMCV (Deutsche M.Cassino Vereinigung) an der Traka-Fahne. Künftige Fahrten nach Montecassino wird Bernd Kampmann organisieren. Mit einen gemeinsamen Abendessen ging die Versammlung zu Ende.

Nächste Termine:

  • Sommerfest 26.07.14
  • Lahnandacht Kirschhofen 23.08.14
  • Stammtisch 20.09.14
  • JHV 2015 28.03.15

11. Mai 2014

Terminänderung Sommerfest

Aus organisatorischen Gründen wird das Sommerfest vom 19. Juli auf den 26. Juli verschoben. Eine schriftliche Einladung erfolgt noch wie üblich.

04. Mai 2014

Pokalschießen in Herborn

Der Schützenverein Herborn lädt zum Pokalschießen vom 7. bis 11. April ein!

Interessierte Kameraden bitte bis zum 2. April bei Bernhard Henß melden. Weitere Infos auf unserer Pinnwand.

 

25. März 2014

Jahreshauptversammlung 2014

Termin: Jahreshauptversammlung 2014 am Samstag, 29.03.14 um 16:00 Uhr in der „Gutshof-Brauerei“ in Herborn

24. Februar 2014

Vorläufiges Programm: Cassino 2014

Hotel RoccaKlicke hier für das vorläufige Programm zur Fahrt zu den Gedenkfeiern des 70. Jahrestages der Schlacht um Monte Cassino vom 15. bis 24. Mai 2014: Aufenthalt Cassino 2014

10. Dezember 2013

Gedenken und Gespräche

Ein volles Programm hatte DMCV-Vorsitzender Ernst Krug für unseren 3-tägigen Aufenthalt in Monte Cassino zusammengestellt. Im Mittelpunkt stand das Totengedenken am Volkstrauertag auf dem Deutschen Friedhof in Caira. Zudem ging es um die Vorbereitung der 70-Jahrfeierlichkeiten im Mai 2014.

Am Donnerstag, den 14.11.13 machte sich unser Vorkommando auf den Weg. Wir – das sind Vorsitzender Ernst Krug, Dieter Kraus und Pressefrau Erika Müller. Per PKW über den leicht verschneiten Brenner und nach einer Zwischenübernachtung in Südtirol erreichten wir unser Quartier im Hotel Rocca in Cassino.

Was wird für Mai 2014 geplant?
Darüber sprach Ernst Krug mit Dolmetscherin Claudia und informierte sich über die verschiedenen Militärmuseen. Unsere italienischen Freunde und Kameraden bereiteten uns einen überaus herzlichen Empfang. Die Bersagleri luden uns zum Mittagessen ein, das sich bis zum Abend hinzog. Am nächsten Tag gab es Gespräche mit Simone, Mario und Walter. Auf der Tagesordnung stand das Beiprogramm mit Busrouten, Fahrzeiten und Besichtigungen. Zufahrten, Haltestellen und Parkmöglichkeiten mußten festgelegt werden. Geradezu schweißtreibend waren die Verhandlungen in Südtirol wie auch in Cassino. Ernst Krug lieferte sich wahre Preisgefechte mit den beiden Hoteliers. Da Cassino 2014 für die meisten der Veteranen wohl die letzte Fahrt sein dürfte, wollen wir für sie den Ablauf besonders sorgfältig vorbereiten. Das Thema „Organisation“ stand auch im Mittelpunkt der abendlichen Einladungen im Hause Janetta sowie bei Rita und Cosmo, wo wir viel italienische Gastlichlichkeit erfahren durften.

Am Sonntag trafen sich ca. 150 Teilnehmer auf dem Deutschen Soldatenfriedhof in Caira. Die Deutsche Kriegsgräberfürsorge hatte die Feierstunde zum Volkstrauertag organisiert. Die Gesandte Frau Nibbeling-Wrießnig hielt als Vertreterin des Deutschen Botschafters in Italien die Eröffnungsansprache. Sie begrüßte zunächst die Vertreter der Kirchen, des Militärs, der Kommunen und Herrn Betz vom VDK. Die Trauer des heutigen Tages berühre und vereine uns alle, das Gedenken an die Opfer sei eine zutiefst emotionale und persönliche Angelegenheit. Sie erzeuge Respekt, Toleranz und Solidarität. Im weiteren Verlauf ging die Rednerin auf die Ereignisse des Jahres 1943 ein.Sie gedachte der 130000 Opfer der Region Cassino und der Zerstörung des Klosters. Sie erinnerte aber auch an die Gefallenen des 1.Weltkrieges, an Kriegsgefangene und an das Leiden der Zivilbevölkerung durch Terror und Gewalt und der Deutschen Bundeswehrsoldaten, die bei Auslandseinsätzen um’s Leben kamen. Danach wurden Kränze niedergelegt, für die DMCV von deren Vorsitzendem Ernst Krug, flankiert von Walter Janetta und Dieter Kraus. Auf der Trompete erklanG „Il Silenzio“. Die Vertreter der beiden Kirchen sprachen ein Totengedenken und gemeinsame Segensworte. Herr Betz vom VDK schloß die Veranstaltung. Danach trafen wir uns in den Räumen der Friedhofsverwaltung zum Gedankenaustausch und trafen auf so manches bekannte Gesicht. Am Abend folgten wir Giovannis Einladung zu einem Umtrunk. Er machte mit uns einen Rundgang durch sein Anwesen und seine Sammlung von allerlei Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens.

Damit gingen für uns drei intensiv erlebte Tage vorbei – kein Spaziergang – und doch voller Eindrücke.

Erika Müller

10. Dezember 2013

Volkstrauertag in Herborn

Volkstrauertag am Mahnmal in Herborn am 17.11.2013

Kranzniederlegung und Gedenkveranstaltung
am Mahnmal im Marienbader Park an der Schlosstrasse

Beginn 11:30 Uhr, Treffen um 11:00 Uhr
Anzug: Clubjacke mit Barett
Parkmöglichkeit: Schlosstrasse, Ecke Friedrich-Ebert-Strasse

07. November 2013

Traka-Stammtisch

Der Hüttenabend in Herbornseelbach am 28.09.2013 findet nicht statt, anstelle dessen findet ein Traka-Stammtisch am 28.09.2013 statt:

Ort: Gasthaus Simon, Burg Greifenstein
Datum: Samstag 28.09.2013
ab 16.00 Uhr: Eintreffen und Begrüßung
ab 17.00 Uhr: „Bilder des Jahres 2013“
ab 18.00 Uhr: Essen à la Carte und gemütliches Beisammensein

25. August 2013

Sommerfest der DMCV und der Traka Fernspähtruppe

Die Deutsche M. Cassino Vereinigung und die Traditionskameradschaft Fernspähtruppe hatten zu einer MC-Gedenkfeier und zum Sommerfest  vom 04.07.- 08.07. 13 in  ihren „Stützpunkt“ Erbenhausen eingeladen. Den über 100 Teilnehmern wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten, das  DMCV- Vorsitzender Ernst Krug und Traka Vorsitzender Kai-Michael Horst zusammengestellt hatten. Mit großer Freude wurden 10 Gäste aus Cassino empfangen. In den historischen Gala – Uniformen der Bersaglieri  erregten sie überall viel Aufmerksamkeit. Mit dabei waren auch Senator Simone und Oberst Don Angelo Moncelli. Ernst Krug führte die Gäste durch sein Bauernhofmuseum und den M. Cassino-Raum im Obergeschoß. Am Nachmittag wurde in der Kaserne Stadtallendorf eine Sprungvorführung besucht, danach das Sommerbiwak der DSO. Am Freitag ging es  zur Heeresfliegerstaffel nach Fritzlar. Hier wurden die Gäste an den einzelnen Gefechtsständen über den Kampfhubschrauber „Tiger“ informiert. Das anschließende Kontrastprogramm bestand aus einer Führung durch die historischen Straßen und Gassen von Fritzlar und durch den alten Kaiserdom. Der Samstag stand ganz im Zeichen der Gedenkfeier für die Gefallenen und zivilen Opfer in M Cassino. DMCV-Vorsitzender Krug hatte seinen Garten zu einer eindrucksvollen Gedenkstätte umgestaltet, eine in Deutschland wohl einzigartige Anlage. Mitglieder, Freunde und Kameraden  versammelten sich um das Mahnmal. An der Steinstele wurde eine Tafel zur Erinnerung an die unschuldigen, zivilen Opfer in der Region Cassino enthüllt. Ernst Krug begrüßte General a.D. Georg Bernhardt, Präsident des BDF, dessen Teilnahme der Feier eine besondere Bedeutung verlieh, weiterhin die Gäste aus Italien und die Vertreter der beiden Kirchen. Veteran Monsignore Hermann Völk, damals Oberleutnant  und Kompaniechef, sprach Gedenkworte. Er variierte „Das Kreuz siegt über das Schwert“, eine Erkenntnis aus den eigenen Kriegserlebnissen.  Die Veteranen Rudi Michel und Kurt Seib legten einen Kranz nieder. Umrahmt wurde das feierliche Geschehen vom Feldataler Posaunenchor. Auf Trompeten intonierten Carlo „Il silenzio” , Marius Pfeil (Homberg) „Ich hatt’ einen Kameraden“. Don Angelo segnete die Gedenktafel. Für die Evangelische Kirche sprach Pfr. Ulrich Heyn die Gedenkworte. Das Tor zur Menschlichkeit sei schwer zu öffnen – und schwer zu schließen. Mit diesem Mahnmal habe es sich geöffnet. Es erinnere uns an die, deren Leben ein so brutales Ende fand. Mit dem Lied „Rot scheint die Sonne“ ging die Feier zu Ende. Sie war von Würde, Respekt und tiefem Ernst getragen, hieß es von Seiten der Teilnehmer.

Der Nachmittag bot reichlich Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein in Ernst Krugs denkmalgeschützter Hofanlage unter der Eiche. Sommerfeststimmung kam auf. Jürgen (Keule) Büttner unterhielt mit launigen Liedern zur Gitarre. Traka-Vorsitzender K.-M. Horst  dankte in seiner Begrüßung besonders Klara Krug sowie allen Helfern für ihre Unterstützung.  Horst erinnerte an die Gründung der FSJ-Kameradschaft Dillenburg vor 25 Jahren und verlas das Gründungsprotokoll vom 14.11.1987. Ehemalige wurden geehrt. General Bernhardt zeigte sich beeindruckt von den zahlreichen Aktivitäten. Unter dem Beifall der Anwesenden  verlieh er Ernst Krug das Ehrenzeichen des BDF in Gold. An seinen Dankesworten konnte man ermessen, was ihm diese Ehrung bedeutet. Erika Müller erhielt den Ehrenteller des BDF. Die Vogelsberger Seniorensänger sangen und spielten noch bis in die Dämmerung hinein.

Am Sonntag Vormittag stand die Besichtigung von Dieter Kraus’ privatem Militärmuseum in Wetzlar auf dem Programm. Zu sehen sind mehrere Tausend Exponate, darunter seltene Originalstücke. In einer separaten Halle stehen Militärfahrzeuge. Anschließend folgte man der Einladung zu seinem Sommerfest . Er hatte weder Kosten noch Mühe gescheut und eine richtig volkstümliche Party mit Lifemusik, Spezialitäten vom Grill und Bier vom Fass auf die Beine gestellt. Dieses Erlebnis haben die Gäste aus Cassino sichtlich genossen.

Am Abend bat Ernst Krug die italienischen Freunde und Kameraden zum besinnlichen  Ausklang an den Runden Tisch in den Güntersteinerhof in Homberg.  Danksagungen wurden ausgetauscht, Freundschaften bekräftigt. Zur Erinnerung überreichte Ernst Krug  jedem ein gerahmtes Bild des Mahnmals. Don Angelo sprach Segensworte. Mit dem gemeinsamen Vaterunser gingen die vier Tage zu Ende, vier Tage, die allen noch lange in Erinnerung bleiben werden. Den Gästen fiel das Abschiednehmen schwer, es war ihnen deutlich anzusehen. Am nächsten Morgen schließlich startete in Frankfurt der Flieger nach Neapel.

erika müller

20. Juli 2013

Für Monte Cassino gibt es kein Vergessen

22 Teilnehmer waren vom 15.05 – 24.05. 13 zu einer Busreise nach Cassino aufgebrochen, um die alljährlichen Gedenkfeiern anläßlich der Beendigung der Kämpfe um Monte Cassino am 18.05.1944 zu veranstalten. Nur noch ein Veteran konnte diese Reise auf sich nehmen: Soldat Kurt Seib (92). Nach einer Zwischenübernachtung in Leifers/Südtirol erreichte die Gruppe ihr Quartier im Hotel Rocca in Cassino. Am ersten Tag führte die Fahrt durch die wildromantischen Abruzzen nach Ortona an der Adria. Über die sogen. „Todeskreuzung“ unterhalb des Ruinendorfes San Pietro Infino ging es zunächst nach Venafro. Unterwegs erläuterte Ernst Krug die verschiedenen militärischen Strategien, die mit der Landung der Aliierten auf Sizilien begannen und kurz darauf so dramatisch eskalieren sollten. Krug erklärte dieVerteidigungsmaßnahmen entlang der Winterlinie (Bernhardlinie) auf den von West nach Ost ziehenden Anhöhen, und zeigte,wo die einzelnen Stellungen lagen . Heiß umkämpft war die Stadt Orsonia. Das 25.Bataillon griff an und besetzte sie am 02.09.1943. Doch die 26. Panzerdivision beendete durch ihr plötzliches Auftauchen den Erfolg der Alliierten. Ihr Hauptzugang nach Cassino und zur Gustavlinie führte durch die Mignano-Enge. Am 01.12.43 waren die Alliierten bis hierher vorgedrungen. Dem hochgerüsteten 5.Amerikanischen Corps hatten die Deutschen nur wenig entgegen zu setzen. 6 Tage dauerten die erbitterten Kämpfe. Aus 756 Geschützen wurden 197000 Granaten auf den Monte Canino abgefeuert. Um den Berg einzunehmen, sollten die Artilleriebeobachter ausgeschaltet werden . In Ortona, dem Landeplatz der Neuseeländer starben damals 400 Deutsche Fallschirmjäger und 650 Neuseeländer. Besonders hart traf es die Küstenstadt Foggia mit ihren 13 Flughäfen. -In Ortonas Altstadt wurde in einer landestypischen Pizzeria eingekehrt und anschließend das Militärmuseum besucht. In großformatigen Foto-Reproduktionen zeigt es vor allem das Leiden der Zivilbevölkerung. Auf der Rückfahrt wurde die eindrucksvolle Kathedrale von Campobasso besichtigt. Eine Amerikanerin hatte damals mit Hilfe einer Stiftung den Grundstein gelegt. Einen eher stillen Ausklang des Tages bildete der Besuch des französischen Friedhofs in Venafro mit über 3000 Gräbern.

 

Am Sonntag, dem 19.05.13 fand auf dem Deutschen Friedhof in Caira die Gedenkfeier statt. Ernst Krug, Vorsitzender der Deutschen Monte Cassino Vereinigung DMCV begrüßte die Teilnehmer zum 69. Jahrestag der Beendigung der Kämpfe. Anwesend war auch eine Abordnung der 36. US-Texas Infanteriedivision und der Bersaglieri, Scharfschützen im italienischen Heer. Veteran Kurt Seib nahm unter dem Hochkreuz einen Ehrenplatz ein. Der Deutsche Militärattaché Benedict von Andrian-Werburg erinnerte in seiner Ansprache an die Gefallenen aus 24 Ländern. Sie mahnten uns, es besser zu machen, gemeinsam für Frieden und Freiheit einzutreten und unsere heutigen Werte zu bewahren. Sich vor den Opfern zu verneigen sei Ausdruck von Trauer und Dankbarkeit. Für die MC-Stiftung gedachten Michele Di Leonardo der Gefallenen und der zivilen Opfer, für die 36. Texas Infanteriedivision war es deren Divisionskommandeur. Die Friedensgebete sprach P. Antony . Kränze wurden nieder gelegt. DMCV – Vorsitzender Ernst Krug brachte seinen Dank an die Soldaten zum Ausdruck .Wer die Opfer vergesse, lasse sie ein zweites Mal sterben, die Fülle des Leids, das aus dem Drama von M.Cassino entstand, sei nicht in Worte zu fassen, so Krug in eindringlichen Worten. Anstelle von Veteran Msgr.Hermann Völk sprach er ein persönliches Friedensgebet. Im Anschluß ehrte er acht italienische Kameraden mit Erinnerungsplaketten und Urkunden. „Il silenzio“ war auf der Trompete zu hören. Von Audi Westphal erklang das Lied vom Guten Kameraden auf der Mundharmonika. Mit einem Empfang in den Räumen der Deutschen Kriegsgräberfürsorge ging die Gedenkfeier zu Ende.- Am Abend hatten sich einige hundert Teilnehmer an der großen Friedensglocke in San Angelo eingefunden.Vom Stadtzentrum zogen verschiedene Abordnungen in die Amerikanische Gedenkstätte am Rapido ein. Der Kommandeur der 36. Texasdivision und Cassinos Bürgermeister Giuseppe Golini Petrarcone legten einen Kranz nieder. Sie betonten in ihren Ansprachen, ein solches Inferno wie 1943/44 dürfe es nie wieder geben Ein jeder sei aufgerufen, für Sicherheit und Frieden einzutreten. Die Ereignisse von damals seien Mahnung, Leid und Tod nicht zu vergessen. Durch ihre Botschaften waren Canada , Großbritannien, Neuseeland und Polen vertreten. Am Wasser des Rapido sprachen die Geistlichen des Ortes Friedensgebete und segneten die Kränze, die von der Brücke aus den Wellen übergeben wurden.

Während das Wasser die Botschaft vom Frieden hinaustrug in’s Land, versammelten sich in 1800m Höhe auf dem Colle Abate Italiener und Deutsche, um der Opfer der 44. Infanteriedivision der Hoch-und Deutschmeister zu gedenken. Sie lieferten damals sich schwere Abwehrkämpfe mit algerischen und marokkanischen Divisionen unter Französischer Führung. Auf dem authentischen Gefechtsfeld von 1943 zu stehen, hinterließ bei den Besuchern des Jahres 2013 einen bleibenden Eindruck. Nach den Kämpfen wurden Colle Abate und Belvedere von den Gegnern wechselseitig in Besitz genommen. Don Angelo Monzelli hielt den Gottesdienst und gedachte in seiner Ansprache der Gefallenen. In Terelle war es ein besonderes Erlebnis, mit wieviel Herzlichkeit die Deutschen empfangen wurden. Das brachte auch der Bürgermeister zum Ausdruck, als er bei einem kleinen Empfang im Freien die Besucher willkommen hieß und ihren Besuch würdigte. Bei soviel Freude und Sympathie fiel der Abschied schwer.

Den nächsten Tag verbrachte die Gruppe in der Stadt Atana, einem Ort, der bereits vor den Römern besiedelt war. Dr.Visocchi führte die deutschen Gäste durch das Archäologische Museum, Dolmetscherin Claudia Fortuna zeigte die historische Innenstadt. Abends lud ein nahe gelegenes Weingut zu einer Weinprobe seiner Bio-Weine ein. – Ein ganz zentrales Erlebnis ist immer wieder das Kloster Montecassino hoch über der Stadt. Am letzten Tag führte Benediktiner Don Germano, assistiert von Dolmetscher Walter Jeanetta durch die prachtvolle Kirche, die Krypta, vorbei an Brunnen, Säulen und Wandelgängen. In Venafro zeigten zwei Brüder ihre militärische Sammlung im privaten Museum „Winterlinie“. In San Pietro Infino stand ein Gang durch das Militärmuseum und zum Italienischen Friedhof auf dem Programm. Später luden die Bersaglieri zu einem Pizza-Abend ein. Vorsitzender Mario Valente überreichte Ernst Krug eine Medaille. Dieser revanchierte sich mit einer Erinnerungsplakette. Dankesworte wurden ausgetauscht, Freundschaften bekräftigt. Nach dem „Il Silenzio“ auf der Trompete spielte Audi Westphal zum Abschied „Muß i’denn…“

Vor der Zwischenübernachtung in Südtirol trafen sich die Teilnehmer zu einem Kameradschafts- abend und ließen die Erlebnisse und Begegnungen noch einmal Revue passieren. Oberstleutnant a.D. Horst Liese dankte Ernst Krug im Namen aller für das Zustandekommen und die sorgfältige Organisation dieser Fahrt. DMCV-Vorsitzender Krug überreichte Urkunden an Sylvia und Manfred Rode sowie Helmut Dinter. Audi Westphal und Erika Müller erhielten das Stahlhelmabzeichen in Gold. Für die Unterhaltung sorgten Traka-Vorsitzender Kai-Michael Horst (Gitarre) und Audi Westphal (Mundharmonika ) Am nächsten Morgen brachte Busfahrer Jochen Haas die Italienfahrer wohlbehalten in die Heimat.

Erika Müller

10. Juni 2013

Jahreshauptversammlung 2013 der Traditionskameradschaft „Fernspähtruppe e.V.

40 Teilnehmer trafen sich am 27.04 zur Jahreshauptversammlung 2013 in den Traka-Räumen von Ernst Krug in Erbenhausen.

Mit dem Lied „Rot scheint die Sonne“ und der Totenehrung wurde die Versammlung eröffnet. Im Anschluß an die Regularien berichteten der Vorstand , Vorsitzender Kai-Michael Horst sowie Geschäftsführer und Kassenprüfer Egon Panz über die Aktivitäten im vergangenen Jahr. Es folgten Berichterstattungen von Wilfried Meurer zum Fallschirmpringen in der Tschechei und von Bernhard Henß über das Schießen in Herborn. Dann wählten die 38 Wahlberechtigten einstimmig Wolfgang Eberl zum 2.Kameradschaftsleiter für den zurückgetretenen Frieder Endres. W. Eberl nahm die Wahl an. Nach einem gemütlichen Beisammensein musikalisch gestaltet von Jürgen Büttner ging die Versammlung zu Ende.

Termine 2013:

  • 04.-06.Juli Sommerfest in Erbenhausen, zu dem die italienischen Freunde erwartet werden wie auch Kameraden aus Dillenburg anläßlich ihres 25jährigen Jubiläums. Auf dem Programm stehen u.a eine Feierstunde am DMCV-Ehrenmal, der Besuch des Gästebiwaks der DSO in Stadtallendorf und der BW-Hubschrauberstaffel in Fritzlar.
  • 17.08. 10.30 Uhr Gedenkfeier am Lahnufer bei Kirschhofen.
  • 28.09. Hüttenabend in Herbornseelbach
  • 17.11. Volkstrauertag, Feierstunde am Mahnmal in Herborn

Erika Müller

10. Juni 2013

Einladung zum Sommerfest 2013

04. Juni 2013

Weihnachtsgrüße 2012/13

Liebe Kameradinnen und Kameraden!

Der Vorstand bedankt sich herzlich bei allen Mitgliedern für die Unterstützung im vergangen Jahr.
Ihnen und Ihren Angehörigen wünschen wir ein „Frohes und Gesegnetes Weihnachtsfest“ und ein „Gesundes Neues Jahr 2013“.

2012-12-11Weihnachtsgr„Weihnachten“ von Theodor Fontane
Noch einmal ein Weihnachtsfest,
Immer kleiner wird der Rest,
Aber nehm ich so die Summe,
Alles Grade, alles Krumme,
Alles Falsche, alles Rechte,
Alles Gute, alles Schlechte –
Rechnet sich aus all dem Braus
Doch ein richtig Leben heraus.
Und dies können ist das Beste
Wohl bei diesem Weihnachtsfeste.

 

Vorschau auf die Termine im nächsten Jahr:

  • 27.04.13 Jahreshauptversammlung im Traditionsraum in Homberg-Erbenhausen
  • 15.05.-23.05.13 Monte Cassino-Fahrt unter Leitung des DMCV-Vorsitzenden Ernst Krug
  • 03.07-07.07.13 Sommerfest der Traka und der DMCV mit Freunden und Kameraden aus Italien in Homberg-Erbenhausen
  • 28.09.13 Hüttenabend in Herbonseelbach
  • 17.11.13 Volkstrauertag in Herbon und Cassino

Mit kameradschaftlichem Gruß,

Kai Michael Horst

15. Dezember 2012

TraKa & DMCV am Volkstrauertag

Auf dem Deutschen Soldatenfriedhof in Cassino legte der DMCV-Vorsitzende Ernst Krug am Volkstrauertag zu Ehren der deutschen Gefallenen und der italienischen Opfer einen Kranz nieder. Die Einladung dazu war von der Deutschen Botschaft in Rom ergangen. Militärattaché Benedict Frh. v. Andrian-Werburg begrüßte die ca. 150 Gäste aus Politik, Kirchen, Streitkräften, Vereinen und Verbänden sowie die Deutsche Delegation. In seiner Rede fragte er: was wollen uns die Toten sagen? und verwies auf Mut, Tapferkeit und Gehorsam, Eigenschaften, die auch heute den Soldaten begleiten. Abordnungen legten Kränze nieder. Ein Trompetensolo intonierte „Il silenzio“. Die Gebete sprachen je zwei Geistliche der Evangelischen und der Katholischen Kirche. Sie mahnten, angesichts der über 20000 Gräber den Frieden als zentrale Botschaft des Christentums mit aller Kraft zu festigen. Zum Abschluß gab es in Caira einen Empfang in den Räumen der „Deutschen Kriegsgräberfürsorge“. In Cassino, südlich von Rom fand 1943/ eine der blutigsten Kampfhandlungen des 2. Weltkrieges statt. In einer sinnlosen Vernichtungsaktion ging das Kloster M.Cassino im Bombenhagel unter Zehntausende verloren ihr Leben.

 

Eine Fahrt zu den Originalschauplätzen der Kampfhandlungen bietet die DMCV im Mai 2013 an. Die Teilnehmer erfahren dabei interessante Einzelheiten und Hinter-grundinformationen, wobei auch Zeitzeugen zu Wort kommen sollen. Im Mittel- punkt stehen die Gedenkfeiern in Caira. Die einzelnen Fahrten starten vom Hotel Rocca in Cassino aus. Eine Tour führt durch die Abruzzen entlang der Gustav-Linie nach Ortona. In der Adria- Hafenstadt  waren 1944 die Kanadier gelandet. Sie ist noch immer vom Krieg gezeichnet. Ein Tag ist für Rom vorgesehen. In den Gewölben der historischen Altstadt von Atina findet eine Weinprobe statt. In Venafro bietet sich die Möglichkeit, das private Militätmuseum „Winter Line“ zu besuchen.

Termin: 15.05.2013 – 23.05.13 , Anmeldung bis 01.04.13
Auskunft: DMCV-Vorsitzender Ernst Krug, Ehringshäuser Str.4, 35315 Homberg-Erbenhausen, Tel.06635-7516, e-mail museumsopa@t-online.de

In Herborn, dem ehemaligen Standort der Fernspäher, hatten sich am Volkstrauertag 16 Soldaten und mehrere Mitglieder der Tradidionskameradschaft FeSpaehTrp versammelt. Die Feierstunde wurde vom TV-Orchester Herbornseelbach und dem Katholischen Kirchenchor musikalisch umrahmt. Herborns Bürgermeister Hans Benner begrüßte zudem Mitglieder des Magistrats, Stadtverordnete, Vereinsvorsitzende und Mitbürger. Der Evangelische Pfarrer Andree Best knüpfte an das jüdische Sprichwort an „Das Geheimnis der Vergebung heißt Erinnerung“ und mahnte, die Ereignisse des 2 Weltkrieges mit den Millionen Toten nicht zu vergessen. Bürgermeister Hans Benner wies in seinen Gedenkworten darauf hin, daß Terror und Tod nach wie vor die Menschen bedrohten, obwohl die beiden Weltkriege und der Kalte Krieg vorbei seien. Um so wichtiger sei unsere Verantwortung für den Frieden. Kameraden legten am Mahnmal einen Kranz nieder während sich die Fahne senkte.

01. Dezember 2012

Zwei, die nicht vergessen sind

Jürgen von der Heyde und Erwin Schernus gehörten zu den 12 Soldaten der FernspähKomp. 300 Herbornseelbach, die am 23.August 1977 auf der Lahn eine Notfallübung durchführte. Beide ertranken, als ihr Schlauchboot im reißenden Hochwasser kenterte. Bei den hohen Fluten hatten sie keine Chance. 35 Jahre später erinnerten Kameraden in einer kleinen Gedenkfeier an Jürgen von der Heyde und Erwin Schernus. Vor Ort am Ufer der Lahn mit dabei auch eine Abordung der „Sixt v. Arnim Kaserne“ Wetzlar. Pfarrer Hans-Joachim Schäl sprach die Gedenkworte vor der Tafel, auf der die beiden Namen zu lesen sind. Die Unglücksstelle bei Kirschhofen wird von Werner Sitter seit vielen Jahren sorgsam gepflegt.

 

Erika Müller

26. September 2012

Monte Cassino 2012

26 Kameradinnen und Kameraden machten sich auf Spurensuche. Sie suchten nach dem, was übrig blieb von den Kämpfen und vom Leben und Sterben der vielen Tausend Menschen in der Region Monte Cassino. Auf Gedenkstätten und auf Friedhöfen gedachten sie der Gefallenen und der Zivilbevölkerung, die in den Jahren 1943-44 Opfer dieses sinnlosen Krieges geworden waren.

Wir – das sind der DMCV-Vorsitzende Ernst Krug, Bernd und Pia aus Bad Endbach, Kurt aus Gera, Werner aus Weilburg, Helmut aus Friedrichsdorf, Wolfgang aus Straubing, Werner vom Tegernsee, Kai-Michael, Marcel und Erika aus dem Vogelsberg, Sylvia und Mani aus Thüringen, Jerry aus Frankfurt, Kurt aus dem Odenwald, Audi, das Nordlicht und Reinhold, der Schwabe, Karola, Karl-Heinz, Margarete und Willy „aus Homberg“.

Am Tag 1 unternahmen wir zur Einstimmung einen Rundgang durch das parkähnlich gestaltete Ausstellungszentrum „Piana delle Orme“. Viele Tausend Objekte sind zu lebensechten Szenarien zusammengesetzt. Hier wird die Geschichte der Region sichtbar, die mühsame Arbeit , um die Pontinischen Sümpfe mit ihrem Malariapotential trocken zu legen, aus dem 2. Weltkrieg Flugzeuge, Militärfahrzeuge, Logistik für Reparatur, Versorgung und Ersatzteile.- Anschließend ging es zum Amerikanischen Friedhof in Nettuno. Schweigend standen wir vor den Tafeln aus weißem Marmor, auf denen die Namen tausender amerikanischer Gefallener eingraviert sind.

Tag 2. Nach einem kurzen Empfang in San Elia stiegen wir hinauf zum Monte Cifalco. In dem steilen Gelände hatten die Deutschen in Höhlen und Bunkern Gefechtsstände eingerichtet, unzugänglich und versteckt und für den Gegner eine harte Nuß. Doch im Januar 1944 wehte dann die französische Fahne auf den Gipfel. Am späten Nachmittag waren wir Gäste der Bersagleri. Sie waren im Jahr zuvor bei uns in Erbenhausen zu Besuch. Hausherr Mario Valente hatte seine Halle hergerichtet und fuhr auf, was die italienische Küche so zu bieten hat. Da konnte niemand widerstehen.

Der Tag 3 stand ganz im Zeichen von Pompeij. Kamerad Jerry gab sachkundig Auskunft über die Ruinenstadt und die Katastrophe des J. 78.n.Chr.

Am Tag 4 besichtigten wir das weltberühmte Kloster Montecassino. Benediktiner Don Germano führte uns durch Kirche, Krypta, über Treppen, durch Hallen. Walter Janetta übersetzte. Am späten Vormittag lud uns die Stadt Terelle zu einem Empfang mit rustikalem Imbiß und Hammel deftig ein. Mit dabei war auch eine Abordnung der Hoch und Deutschmeister aus Österreich. Es gab ein Wiedersehen mit Militärpfarrer Oberst Don Angelo, der bereits zweimal in Erbenhausen zu Gast war. Dann ging es über Serpentinen hinauf zum Colle Abate. Auf dem ca. 800m hohen Gipfel las Don Angelo eine Messe zu Ehren der Gefallenen. Kamerad Ernst gab Erläuterungen zu der Gefechtslage auf der hart umkämpften Anhöhe. Wir gedachten der Opfer der 5. Österreichischen Gebirgsjägerdivision, der 44. Infanteriedivision (Hoch und Deutschmeister) und der 71.Infanteriedivision. Carlo Pirolli blies auf der Trompete das Lied vom guten Kameraden. – Abends versammelten sich unsere Fußballfans in der Hotelhalle zum Fußballkrimi der Champions League.

Zu der Feierlichkeit auf dem Deutschen Friedhof in Caira am Tag 5 war viel Prominenz erschienen, internationale Abordnungen, auch die der Hoch und Deutschmeister. Cassinos Bürgermeister Giuseppe Golini Petrarcone begrüßte die Teilnehmer. Dr. Friedrich Keller vom Volksbund sprach Gedenkworte. Eindrucksvoll auch Prof. Dr. Dr.Winter aus Australien, der erzählte, wie es für ihn weiter ging nach dem Krieg, wie er zu einem geregelten Leben mit Familie und Beruf zurück fand. Ernst Krug, Vorsitzender der Deutschen Monte Cassino Vereinigung stellte in seiner Rede die Persönlichkeit Generalfeldmarschall Kesselring in den Mittelpunkt. Ihm haben deutsche Soldaten und die Bewohner der Stadt Rom viel zu verdanken. Seine Verhandlungen zur Schonung des Klosters Montecassino, der strategisch meisterhaft organisierte Rückzug und die Bereitstellung von Grundnahrungsmittel für die römische Bevölkerung – das alles war Ausdruck von Hoffnung und Menschlichkeit. Ernst Krug gedachte auch des kürzlich verstorbenen Lokalhistorikers Giuseppe de Chico. Viele von uns erinnerten sich noch an den quirligen Mann, der uns im Vorjahr durch die Bunker und den Wohnbereich bei San Appollinare geführt hat. Sein Leben lang hat er Albert Kesselrings Hauptquartier gepflegt und seinen Nachlass verwaltet. Für die Österreichische „Flamme des Friedens“ sprach Frau Herta Margarete Habsburg-Lothringen. Sie ist Gründerin der gleichnamigen Vereinigung zur Förderung des Friedens in der Welt. „Wo Freiheit ist, ist auch Frieden“ In eine Zukunft schauen ohne Hass und Gewalt, dazu seien wir alle aufgerufen, Frieden erfordere Anstrengungen, unsere Bemühen dürfe nicht nachlassen. Nachdem der letzte Redner geendet hatte, senkten sich die Fahnen, Kränze wurden niedergelegt. An den Gedenkhalle enthüllte Frau Habsburg-Lothringen ein Mahnmal mit einer stilisierten Flamme aus Holz. Sie wünschte allen, die sich für den Frieden einsetzen, Mut und Kraft. Anschließend hatte die Deutsche Monte Cassino Vereinigung zu einem Empfang eingeladen. Festlicher Kameradschaftsabend im Hotel Rocca. Die italienischen Freunde, die unserem DMCV-Vorsitzenden seit Jahren vor Ort behilflich sind – sie alle waren gekommen und genossen sichtlich die festlich gedeckte Tafel. Dolmetscherin Claudia war vielbeschäftigt. Ortsvorsteher Simone, Alex und Julia, Cosmo und Rita, Mario und Senora erhielten Urkunden als Dank und Anerkennung. Mit ihnen freuten sich Antonio Velardo und Domenico. Auf deutscher Seite erhielten Bernd und Pia, Audi, Jerry und Wolfgang für ihr besonderes Engagement Urkunden aus der Hand des Vorsitzenden. Mit dem Lied der Fallschirmjäger „Rot scheint die Sonne“ ging der Abend zu Ende. Noch lange saßen wir im Kameradenkreis zusammen.

Am Abend des 6. Tages trafen sich auf Einladung der Italiener an der amerikanischen Gedenkstätte unter der große Friedensglocke Amerikaner, Engländer und Australier und Österreicher, um ihrer Gefallenen zu gedenken. DMCV-Vorsitzender Ernst Krug hielt eine international viel beachtete Rede. Er verzichtete auf das Thema „Schuld und Sühne“. Ihm ging es vielmehr um das menschliche Leid dieses so sinnlosen Krieges. Wo Worte versagen, könne man nur Erschütterung und Trauer empfinden. Die Todesangst der Bedrängten sei noch immer und überall spürbar. Das sei Auftrag und Verpflichtung für uns alle, sich für den Frieden einzusetzen, wo immer wir auch sind. Während die Friedensglocke läutete, übergab man von der Brücke aus Kränze den Wassern des Gari. Für Deutschland tat dies Veteran Kurt Seib. Kinder ließen blutrote Blütenblätter herabregnen. Später folgten 10 Kameraden einer Einladung von Alex und Julia. Auf den Tisch kam, was es in der Region so zu essen gibt, alles selbstgemacht, selbst gepresst, selbst gekeltert. Mit Cosmos‘ Hilfe, der lange in der Schweiz gelebt hat, konnten wir uns einigermaßen verständlich machen. Und natürlich hieß es beim Abschied „Arrivederci“.

Bei der Zwischenübernachtung in Leifers/Bozen dankte Wolfgang im Namen von uns allen dem DMCV-Vorsitzenden Ernst Krug für die Vorbereitung und Durchführung der Fahrt. Gedankt wurde auch den Fahrern Wolfgang, Bernd, Kai-Michael und Marcel, die uns ganz gelassen und ohne Blessuren durch den italienischen Verkehr steuerten. Dem schlossen sich die Veteranen Reinhold und Kurt an.

Von den Worten der vielen Redner werden uns Gedenken und Mahnung zum Frieden in Erinnerung bleiben.

Erika Müller

29. Mai 2012

Wachwechsel bei der Traka mit neuem Vorsitzenden

Zu ihrer Jahreshauptversammlung trafen sich 43 Mitglieder am 28.04.12 in der Gutshofbrauerei Herborn. Zu Beginn wurde der 3 verstorbenen Kameraden Hermann Rapp, Gerhard Nagel und Günther Danitz gedacht.Vorsitzender Ernst Krug berichtete über die Aktivitäten der vergangenen 12 Monate und erinnerte an nunmehr 6 erfolgreiche Jahre des Zusammenwachsens, auf die die Traka mit ihren 201 Mitgliedern zurückblicken kann. Ihr Ruf gehe weit über Deutschland hinaus, sie genieße internationales Ansehen, weltweit seien Kontakte entstanden. Das mache Mut, auch wenn die Spendenbereitschaft merklich nachgelassen habe. Mit Hinweis auf die Feierlichkeiten in Monte Cassino bedauerte er das Desinteresse, das unsere Politiker den Veteranen entgegenbringen.

Ernst Krug dankte den Kameraden im Vorstand für ihre Mitarbeit. Zu Beginn der Neuwahlen erklärte er, dass er aus gesundheitlichen Gründen für das Amt nicht mehr zur Verfügung stehen könne. Die Versammlung wählte einstimmig Kai-Michael Horst (47) zum neuen Vorsitzenden. Er ist seit zweieinhalb Jahren Mitglied. Nach der Grundausbildung im 4.Quartal 1985 in Weingarten diente er im Fernmeldezug der FSK 300 in Fritzlar und schied zum 31.12.1986 aus. Zum Stellvertreter/2.Vorsitzenden wurde Frieder Endres (66) gewählt. Einstimmig wurde beschlossen, Ernst Krug zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen, was beim diesjährigen Sommerfest in würdigem Rahmen erfolgen soll. Im weiteren Verlauf wurde über das Springen in der Tschechei sowie das Schießen in Herborn und Marburg berichtet.

Die nächste Jahreshauptversammlung wird am 27.04.13 in Erbenhausen stattfinden.

Weitere Termine hier: Veranstaltungen

12. Mai 2012

Programm für die Gedenkfeier der DMCV auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Caira.

Betr.: Einladung zur Gedenkfeier der Deutschen Monte Cassino Vereinigung (DMCV)
am 19.Mai 2012 auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Caira.

Im Mai 2012 (13.-22.05.) wird eine Delegation der DMCV die Gegend um Monte Cassino besuchen, um die ehemaligen Schlachtfelder und auch die Friedhöfe und Gedenkstätten zu besichtigen.

Im Rahmen dieses Besuches möchten wir am 19. Mai 2012, dem 68. Jahrestag des Endes der Kämpfe um Monte Cassino, auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Caira eine Gedenkveranstaltung durchführen.

Dazu haben wir folgendes Programm vorgesehen:

  • Beginn 11.00 Uhr am Hochkreuz
  • Begrüßung durch den Vorsitzenden der DMCV.
  • Ansprache des Bürgermeister von Cassino
  • Gedenkrede des Vorsitzenden der DMCV ,- Ereignisse, – Erinnern,- Gedenken, Kranzniederlegung für die zivilen Opfer Il silenzio
  • Andacht mit Priester Don Claudio Monti
  • Kranzniederlegung für die Gefallenen, – Ich hat einen Kameraden
  • Andacht mit dem evangelischen Herrn Dekan Milkau.

Im Anschluss an diese Gedenkfeier wird die internationale Organisation „Flamme des Friedens – flame of peace“ in der Gedenkhalle die Flamme des Friedens aufstellen.


Danach wird wieder – wie im letzten Jahr – den Teilnehmern ein kleiner Imbiss gereicht.

Zu dieser Feier sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.


Hochachtungsvoll
gez.
(Ernst Krug, Vorsitzender der DMCV)

20. März 2012

Die Deutsche Montecassino-Vereinigung am Volkstrauertag 2011 in Caira

Ernst Krug, Vorsitzender der DMCV hat auf Einladung der Deutschen Botschaft in Rom an der Feierstunde auf dem Deutschen Soldatenfriedhof in Caira teilgenommen. Über 400 Teilnehmer, darunter Italiener, deutsche Soldaten der Joint Forces Command Naples sowie ca.100 junge Kanadier waren an der Gedenkstätte zusammengekommen. Zudem waren die Bürgermeister von Cassino, San Elia und Terelle anwesend. Militärattaché Frhr.Benedict von Andrian-Werburg begrüßte die Teilnehmer. In seiner Ansprache gedachte er der Soldaten, die hier ihr Leben ließen und erinnerte an die Leiden der Zivilbevölkerung. Zum Thema „Krieg und Frieden“ ließ er die drei großen Denker B.de Spinoza, Heinrich Heine und Karl Jaspers zu Wort kommen. „Er ist ein empfindliches und zerbrechliches Gut, der Friede“ betonte der Militärattaché im Hinblick auf unsere heutige globale Situation. Sein besonderer Dank galt den Vertretern aus Politik, Streitkräften und Kirchen des Gastlandes Italien sowie der Delegation des Deutschen Bundes für Kriegsgräberfürsorge für ihr Teilnahme und die eindrucksvolle Gestaltung der Gedenkfeier.
Pfarrer Don Claudio appellierte in seiner Ansprache an alle, die guten Willens sind, sich für Versöhnung und Völkerverständigung einzusetzen, damit sich eine solche Katastrophe wie die von Cassino nicht wiederhole.

Sechs verschiedene Abordungen legten Kränze nieder. Für die DMCV war es Vorsitzender Ernst Krug, für die Bersagleri Alessandro Di Agostino und für die Hoch-und Deutschmeister Walter Jeanetta . Auf der Trompete erklangen die Melodien „Il Silenzio“ und „Ich hatt’ einen Kameraden“. Der besinnliche Nachmittag ging mit einem Imbiß im Verwaltungsgebäude zu Ende.

26. November 2011

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