Sommerfest der DMCV und der Traka Fernspähtruppe

Die Deutsche M. Cassino Vereinigung und die Traditionskameradschaft Fernspähtruppe hatten zu einer MC-Gedenkfeier und zum Sommerfest  vom 04.07.- 08.07. 13 in  ihren „Stützpunkt“ Erbenhausen eingeladen. Den über 100 Teilnehmern wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten, das  DMCV- Vorsitzender Ernst Krug und Traka Vorsitzender Kai-Michael Horst zusammengestellt hatten. Mit großer Freude wurden 10 Gäste aus Cassino empfangen. In den historischen Gala – Uniformen der Bersaglieri  erregten sie überall viel Aufmerksamkeit. Mit dabei waren auch Senator Simone und Oberst Don Angelo Moncelli. Ernst Krug führte die Gäste durch sein Bauernhofmuseum und den M. Cassino-Raum im Obergeschoß. Am Nachmittag wurde in der Kaserne Stadtallendorf eine Sprungvorführung besucht, danach das Sommerbiwak der DSO. Am Freitag ging es  zur Heeresfliegerstaffel nach Fritzlar. Hier wurden die Gäste an den einzelnen Gefechtsständen über den Kampfhubschrauber „Tiger“ informiert. Das anschließende Kontrastprogramm bestand aus einer Führung durch die historischen Straßen und Gassen von Fritzlar und durch den alten Kaiserdom. Der Samstag stand ganz im Zeichen der Gedenkfeier für die Gefallenen und zivilen Opfer in M Cassino. DMCV-Vorsitzender Krug hatte seinen Garten zu einer eindrucksvollen Gedenkstätte umgestaltet, eine in Deutschland wohl einzigartige Anlage. Mitglieder, Freunde und Kameraden  versammelten sich um das Mahnmal. An der Steinstele wurde eine Tafel zur Erinnerung an die unschuldigen, zivilen Opfer in der Region Cassino enthüllt. Ernst Krug begrüßte General a.D. Georg Bernhardt, Präsident des BDF, dessen Teilnahme der Feier eine besondere Bedeutung verlieh, weiterhin die Gäste aus Italien und die Vertreter der beiden Kirchen. Veteran Monsignore Hermann Völk, damals Oberleutnant  und Kompaniechef, sprach Gedenkworte. Er variierte „Das Kreuz siegt über das Schwert“, eine Erkenntnis aus den eigenen Kriegserlebnissen.  Die Veteranen Rudi Michel und Kurt Seib legten einen Kranz nieder. Umrahmt wurde das feierliche Geschehen vom Feldataler Posaunenchor. Auf Trompeten intonierten Carlo „Il silenzio” , Marius Pfeil (Homberg) „Ich hatt’ einen Kameraden“. Don Angelo segnete die Gedenktafel. Für die Evangelische Kirche sprach Pfr. Ulrich Heyn die Gedenkworte. Das Tor zur Menschlichkeit sei schwer zu öffnen – und schwer zu schließen. Mit diesem Mahnmal habe es sich geöffnet. Es erinnere uns an die, deren Leben ein so brutales Ende fand. Mit dem Lied „Rot scheint die Sonne“ ging die Feier zu Ende. Sie war von Würde, Respekt und tiefem Ernst getragen, hieß es von Seiten der Teilnehmer.

Der Nachmittag bot reichlich Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein in Ernst Krugs denkmalgeschützter Hofanlage unter der Eiche. Sommerfeststimmung kam auf. Jürgen (Keule) Büttner unterhielt mit launigen Liedern zur Gitarre. Traka-Vorsitzender K.-M. Horst  dankte in seiner Begrüßung besonders Klara Krug sowie allen Helfern für ihre Unterstützung.  Horst erinnerte an die Gründung der FSJ-Kameradschaft Dillenburg vor 25 Jahren und verlas das Gründungsprotokoll vom 14.11.1987. Ehemalige wurden geehrt. General Bernhardt zeigte sich beeindruckt von den zahlreichen Aktivitäten. Unter dem Beifall der Anwesenden  verlieh er Ernst Krug das Ehrenzeichen des BDF in Gold. An seinen Dankesworten konnte man ermessen, was ihm diese Ehrung bedeutet. Erika Müller erhielt den Ehrenteller des BDF. Die Vogelsberger Seniorensänger sangen und spielten noch bis in die Dämmerung hinein.

Am Sonntag Vormittag stand die Besichtigung von Dieter Kraus’ privatem Militärmuseum in Wetzlar auf dem Programm. Zu sehen sind mehrere Tausend Exponate, darunter seltene Originalstücke. In einer separaten Halle stehen Militärfahrzeuge. Anschließend folgte man der Einladung zu seinem Sommerfest . Er hatte weder Kosten noch Mühe gescheut und eine richtig volkstümliche Party mit Lifemusik, Spezialitäten vom Grill und Bier vom Fass auf die Beine gestellt. Dieses Erlebnis haben die Gäste aus Cassino sichtlich genossen.

Am Abend bat Ernst Krug die italienischen Freunde und Kameraden zum besinnlichen  Ausklang an den Runden Tisch in den Güntersteinerhof in Homberg.  Danksagungen wurden ausgetauscht, Freundschaften bekräftigt. Zur Erinnerung überreichte Ernst Krug  jedem ein gerahmtes Bild des Mahnmals. Don Angelo sprach Segensworte. Mit dem gemeinsamen Vaterunser gingen die vier Tage zu Ende, vier Tage, die allen noch lange in Erinnerung bleiben werden. Den Gästen fiel das Abschiednehmen schwer, es war ihnen deutlich anzusehen. Am nächsten Morgen schließlich startete in Frankfurt der Flieger nach Neapel.

erika müller

20. Juli 2013