TraKa gedachte der Toten

63 Mitglieder der „Traka FeSpähTrp“ waren am Volkstrauertag an ihrem ehemaligen Standort Herborn zusammengekommen. In einer Feierstunde am Mahnmal „Am Hintersand“ gedachten sie der Toden beider Weltkriege, der Opfer von Krieg und Gewalt und besonders der Toden Kameraden, die in den gegenwärtigen Krisengebieten ihr Leben verloren. Bürgermeister Hans Benner sagte in seiner Gedenkrede, der Friede sei ein zerbrechliches Gut, alle seien aufgefordert, mit Achtung, Hilfsbereitschaft und Verständnis Bausteine für eine bessere Welt zu schaffen, dann sei das Opfer der Gefallenen, Widerständler und Gefangenen aller Völker nicht umsonst gewesen. Das gelte auch für die Friedensmissionen in Konfliktregionen, wo zahlreiche Bundeswehrsoldaten ums Leben kamen.

Pfarrer Michael Niermann wies in seiner Ansprache auf einen Satz aus der Bergpredigt hin: „Liebt Euere Feinde!“ Das bedeute, Probleme zu lösen, Würde und Wert des Menschen zu achten, Feindbilder zu überwinden. Die beiden Weltkriege seinen zwar überwunden, doch die Bedrohung unserer zeit sei der Terrorismus als neue Art der Gewalt. 35 Bürgerkriege weltweit forderten ihre Opfer, denen in Trauer aber auch mit Hoffnung zu gedenken sei. Für die Traditionskameradschaft legten Ernst Krug und Eberhard Preiss am Mahnmal einen Kranz nieder, während die ehemalige Truppe militärisch salutierte. Das TV-Orchester Herborn- Seelbach intonierte „O Haupt voll Blut und Wunden“, Heilig, Heilig, Heilig“ aus der Deutschen Messe und „Ich hatt‘ einen Kameraden“. Das Mittagessen wurde gemeinsam eingenommen. „Alter Adler“ Heinz Beilfuß nahm die Gedenkfeier zum Anlass, dem Vorsitzenden Ernst Krug sein Kriegstagebuch mit Berichten über die Schlacht von Montecassino im Jahre 1944 zu überreichen. Es enthält neben persönlichen Einträgen auch zahlreiche Ausschnitte aus Zeitungsberichten und soll im Traditionsmuseum in Erbenhausen einen gebührenden Platz finden.

17. April 2011